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Inhaltsverzeichnis |
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Der Notfall
Was ist ein Notfall? Wann sollten Sie ohne zu zögern Ihren Tierarzt aufsuchen oder zumindest anrufen?
Hunde und Katzen
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Durchfall und Erbrechen, wenn diese länger als einen Tag anhalten |
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Oftmaliges Erbrechen und seit Stunden kein Kotabsatz |
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Seitenlage, Pumpende oder röchelnde Atmung |
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Epileptische Symptome (Krämpfe, "Schaum vor dem Mund", nicht ansprechbar...) |
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Tiefe, klaffende, verschmutzte oder blutende Wunden |
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Unfälle in jedem Fall (zumindest Schockbehandlung und Antibiose) |
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Hochgradig schmerzhafte, plötzliche Lahmheiten (Frakturen, Ausrenkungen) |
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"Schliafhansl"
(Mäusegerstengrannen) im Ohr, Nase, Auge,
Zwischenzehenbereich |
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Einseitige Blähungen mit gespanntem Gang, Erbrechensversuche, höherfrequente Atmung (Magendrehung?) |
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Wenn Sie gesehen haben,
dass
Ihr Haustier giftige Substanzen aufgenommen hat
oder diese, außer Verpackungsresten, nicht mehr
auffindbar sind |
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Wenn Sie gesehen haben,
dass
Ihr Haustier einen Fremdkörper (Ball,
Quietschpuppe, Kastanie, Wolle, Garn, Nadeln,
usw.) aufgenommen hat oder damit gespielt hat und
jetzt unauffindbar ist |
Nager
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Blähungen |
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Seitenlage, pumpende Atmung |
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Extremitätenverrenkungen (Ausrenkung, Fraktur, ...) |
Bei Symptomen die Ihnen unbekannt sind, sollten Sie zumindest den nächsten Tierärztlichen Notdienst anrufen!
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Giftige Pflanzen und
Stoffe für Hund und Katze
Vergiftungen bei Haustieren ist immer
wieder ein aktuelles Thema. Prinzipiell gilt die
Aussage, dass allein die aufgenommene Menge eines
Stoffes darüber entscheidet, ob dieser giftig wirkt oder
nicht. Leider gibt es aber Substanzen, bei denen schon
geringste Mengen verheerende Auswirkungen haben.
Die nachfolgende Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf
Vollständigkeit. Vielmehr wurde Wert gelegt auf, zum
einen sehr häufig anzutreffende Pflanzen und zum anderen
Substanzen, von denen man erstaunt ist, dass diese für
unsere Haustiere giftig sind.
Küchenzwiebel:
Diese in jeder Küche anzutreffende Pflanze bewirkt in
jedweder Form (roh, getrocknet, gekocht) bei Hund und
Katze schwere Vergiftungen. Schon 5 - 10g pro Kg
Körpergewicht führen beim Hund zur Hämolyse (=Zerstörung
der roten Blutkörperchen). Zunächst reagieren die Tiere
mit Durchfall und Erbrechen, später folgen Anämie
(Blutarmut, blasse Schleimhäute), Anorexie (Verweigerung
von Wasser und Futter) und Beschleunigung von Herzschlag
und Atemfrequenz.
Avocado:
Das enthaltene Toxin ist ausschließlich für unsere
Heimtiere gefährlich und befindet sich in allen Anteilen
der Pflanze. Es führt zu schweren Schädigungen des
Herzmuskels und damit zu Atemnot, Husten, Ödeme und
Bauchwassersucht. Eine Vergiftung endet i.d.R. tödlich,
da eine spezifische Therapie nicht existiert.
Kakao:
Dieses menschliche Nahrungsmittel kann von Hund und
Katze nur sehr schwer verstoffwechselt werden. Der
Inhaltsstoff Theobromin reichert sich im Körper an, was
letztlich zu Vergiftungen führen kann. Betroffen hiervon
sind auch alle Produkte, welche Kakaobestandteile
enthalten (Schokolade!!). Die tödliche Dosis für den
Hund liegt bei 100 mg Theobromin pro kg Körpergewicht.
Je nach Kakaogehalt sind etwa 60g Milchschokolade pro kg
Körpergewicht bzw. 8g Blockschokolade pro kg
Körpergewicht (d.h. 100g Blockschokolade für einen 12
kg-Hund) können einen Hund vergiften, evtl. töten. Auch
hier reagieren die Tiere mit Durchfall und Erbrechen,
später kommen zentralnervöse Störungen (Zittern,
Krämpfe, Lähmungen der Hintergliedmaßen,
Bewusstseinsstörungen) hinzu.
Nikotin:
Die Aufnahme des Giftes erfolgt in der Regel durch kauen
bzw. fressen von Zigaretten oder Kautabak. Dabei sind in
erster Linie Welpen betroffen, da diese wesentlich
neugieriger sind als ältere Tiere und alles mögliche
ausprobieren. Anfangs kommt es zur Erregung, später zur
Lähmung des Gehirns: Muskelzittern, Speicheln,
Erbrechen, erhöhte Herz- und Atemfrequenz, Krämpfe,
Bewegungsstörungen und Kreislaufkollaps.
Schneckenkorn:
Das im Schneckenkorn enthaltene Metaldehyd ist ein
Nervengift, das der Hund über den Kontakt mit dem Korn
aufnimmt, auch wenn er sich nur die Pfoten leckt. Es
reicht schon eine geringe Menge aus, um einen Hund in
ernsthafte Gefahr zu bringen. Im Gegensatz zu Katzen
lieben Hunde den süßen Geschmack und sind deshalb
besonders gefährdet. Auch wer glaubt, ein "giftfreies"
Produkt zu kaufen, kann wegen der Kennzeichnungspflicht
auf die Nase fallen. Liegt nämlich der Wert von
Metaldehyd unter 6 %, wird das Schneckenkorn oft als
giftfrei deklariert. Die Gefahr droht nicht nur im
heimischen Garten, sondern auch auf Feldern, weil manche
Landwirte das Schneckenkorn in großem Umfang gedankenlos
einsetzen. Erste Symptome für eine Vergiftung können
sein: Erhöhter Speichelfluss, Erbrechen mit Blut,
Reizung der Augen- und Mundschleimhaut, Durchfall,
Krämpfe, Koordinationsstörungen und Fieber. Bei Verdacht
auf Schneckenkorn-"Genuss" muss der Hund sofort zum
Tierarzt, denn nur innerhalb von 30 bis maximal 60
Minuten kann die Giftaufnahme im Körper mit Hilfe von
Brechmitteln, Magenspülungen und Abführmitteln
verhindert werden. Ist der nächste Tierarzt zu weit
entfernt und der Hund noch bei Bewusstsein helfen 10 bis
15 in Wasser aufgelöste Kohletabletten als
Erste-Hilfe-Maßnahme. Kohle absorbiert kurzfristig einen
Teil des Giftes.
Auch in Gärten und Grünanlagen lauern Gefahren. So
können beispielsweise durchaus Vergiftungserscheinungen
durch "Stöckchenspielen" auftreten.
Oleander:
Alle Pflanzenteile des Oleanders enthalten ein
herzwirksames Toxin. Bei Hund und Katze kommt es
zunächst zu Magen-Darm-Problemen (Speicheln, Erbrechen,
Durchfall). Weiterhin zu Herzrhythmusstörungen, Vorhof-
und Kammerflimmern und letztlich Herzstillstand. Daneben
zeigen die Tiere allgemeine Symptome wie
Untertemperatur, Krämpfe, Atembeschwerden und Husten.
Walnuss- und Schwarznussbäume:
Die Fruchtschalen können von einem toxinbildenen Pilz
befallen sein. Der Pilz "Penicillium crustosum" mit dem
Wirkstoff Roquefortin C (vergleichbar mit Strychnin)
kann bei der Einnahme der Fruchtschale - bedingt durch
seine stark neurotoxische Wirkung - bei Hunden zum Tod
führen! Symptome: Erbrechen, epileptiforme Anfälle,
Zittern und tonisch-klonische Krämpfe (Versteifung der
Gliedmassen und anschließend symmetrische Zuckungen).
Der Pilzbefall ist äußerlich nicht sichtbar - deshalb
vorsichtshalber Ihren Liebling nicht mit den Schalen
spielen lassen!
Rhododendron und Azalee:
Diese beiden Pflanzen enthalten ein Neurotoxin, welches
in erster Linie zu Lähmungen der Muskulatur führt. Auch
hier zeigt sich wieder unspezifisches Speicheln,
Erbrechen und Durchfall. Daneben beobachtet man das
Reiben des Kopfes an Gegenständen und Augenausfluss.
Später kommen ein verlangsamter Herzschlag,
Blutdruckabfall, Atembeschwerden und Muskellähmungen
hinzu, die letztlich zur Atemlähmung führen.
Hortensie:
Hierbei sind auch die getrockneten Pflanzenteile giftig.
Die i.d.R. weniger dramatische Vergiftung zeigt sich
durch Magen-Darm-Störungen mit blutigem Durchfall,
Zittern und allgemeiner Schwäche (Schwanken).
Goldregen:
Giftige Teile sind u.a. die Samen, aber auch Wurzeln und
Äste, die einen süßlichen Geschmack haben sollen. Die
Vergiftungssymptome treten schon nach wenigen Minuten in
Erscheinung, in Form von heftigem Erbrechen, Durchfall,
Kollaps und epileptiformen Anfällen.
Eibe:
Die gesamte Pflanze, einschließlich der Samen ist
hochgiftig. Die einzige Ausnahme bilden die roten
Beeren, deren Fleisch ungiftig, deren Samen aber
wiederum toxisch ist. Als tödliche Dosis beim Hund
gelten z.B. 30g der Nadeln. Die Tiere zeigen Erbrechen,
Durchfall, Fieber und Kollaps. Die Pupillen reagieren
nicht mehr auf hell-dunkel und man beobachtet
Unterhautblutungen, Atemnot, Koma und Tod.
Buchsbaum:
Dank des bitteren Geschmacks werden frische
Pflanzenteile selten aufgenommen, gefährlich ist aber
auch die getrocknete Pflanze (z.B. In
Floristikgestecken). Beim Hund beträgt die tödliche
Dosis 5g Blätter pro kg Körpergewicht. Die Symptome sind
Erbrechen, Durchfall, Erregungszustände und Krämpfe,
sowie Lähmungen. Der Tod tritt durch Lähmung der Atmung
ein.
Mistel:
Einige Stunden nach Giftaufnahme zeigen die Tiere
Erbrechen, Durchfall, Fieber und starken Durst, Krämpfe,
Bewegungs- und Sensibilitätsstörungen, Koma und
Herzstillstand.
Obstkerne:
Eine Gefahr geht von Früchten der Gattung Prunus
(Kirsche, Pflaume, Aprikose, etc.) aus. Eine Vergiftung
tritt aber nur auf, wenn einerseits die Kerne
geknackt/zerbissen werden und andererseits eine genügend
große Menge auf einmal aufgenommen wurde. Dies ist
i.d.R. nur bei unkontrollierter Aufnahme von Fallobst
möglich. Die enthaltene Blausäure führt zu Speicheln,
Erbrechen, Durchfall und Fieber, weiterhin zu auffallend
roten Schleimhäuten, hellroter Farbe des venösen Blutes,
Atemnot, Krämpfe und Schwäche.
Doch nicht nur im Freien lauern Gefahren, auch einige
beliebte Zimmerpflanzen sind für unsere Haustiere
unverträglich.
Philodendron, Dieffenbachia und
Fensterblatt (Monstera):
U.a. ist ihr hoher Gehalt an Oxalsäure (in erster Linie
als kleine Oxalat-Nadeln vorliegend) schädlich. Wird die
Pflanze verletzt, so dringen diese Nadeln in Haut und
Schleimhäute der Tiere ein und verursachen dort sehr
rasch starke, schmerzhafte Schwellungen. Durch diese
schnelle Reaktion wird meist eine weitere Giftaufnahme
automatisch verhindert. Lokale Symptome sind Rötung,
Schwellung und Geschwürbildung in der Mundschleimhaut
und auf der Zunge. Dies führt zu brennenden Schmerzen,
Kopfschütteln, Speicheln, reiben mit den Pfoten am Maul,
Versuche zu Trinken und Unfähigkeit, Nahrung
aufzunehmen. Später kommt es an der Schleimhaut zu
Blasenbildung. Nach Abschlucken der Giftstoffe kommt es
zu Erbrechen und Durchfall, gefolgt von Mattigkeit,
unsicherem Gang, Lähmung der Hinterbeine, Muskelzittern,
Krämpfen bis hin zum Koma. Teilweise können Schwellungen
des Kehlkopfes mit hochgradiger Atemnot auftreten.
Gelangen Pflanzensäfte ins Auge, so entzündet sich
dieses stark. Das Auge wird zugekniffen, tränt und
schwillt deutlich an. Die Abheilung dieser
Augenentzündung dauert durchaus 3 - 4 Wochen.
Yuccapalme, Drachenbaum und
Bogenhanf:
Die Pflanzensäfte beinhalten Gifte, die zu
Schleimhautreizungen und Hämolyse (Zerstörung der roten
Blutkörperchen) führen können. Die Tiere reagieren mit
Zahnfleischentzündung, Speicheln, Erbrechen und
Durchfall. Nachfolgend sind Untertemperatur,
Bewegungsstörungen und Blutungen zu beobachten. Ein
komatöser Zustand ist möglich.
Gummibaum, Birkenfeige (Ficus
benjamini) u.ä.:
Hunde zeigen Speicheln, Erbrechen und Durchfall.
Außerdem Fieber schwankenden Gang und Krämpfe. Bei
Katzen kann ein tödliches Nierenversagen folgen.
Weihnachtsstern:
Der Saft dieses Wolfsmilchgewächses verursacht
Entzündungen der Maulschleimhaut, Erbrechen und
Durchfall. Weiterhin Muskelzittern, schwankenden Gang,
Kreislaufversagen und Lungenödeme. Auf der äußeren Haut
kann der Milchsaft Reizungen mit Bläschenbildung und
allergische Reaktionen auslösen. Gelangt Saft ins Auge,
so entstehen starke Entzündungen.
Alpenveilchen:
Die Konzentration giftiger Substanzen ist in den
unterirdischen Pflanzenteilen (Knolle) am höchsten, so
dass durch die oberirdischen Anteile kaum Vergiftungen
auftreten. Es kommt zu Reizungen der Schleimhäute,
erbrechen und Durchfall, Untertemperatur und
Bewegungsstörungen.
Becherprimel:
In den Drüsenhaaren dieser Pflanze inklusive ihrer
Zuchtformen befindet sich ein starkes Kontaktallergen.
Nach Sensibilisierung sind allergische Reaktionen der
Haut, der Bindehäute und des Atmungsapparates zu
beobachten, die Stunden bis Tage andauern.
Brunfelsie:
Die enthaltenen Giftstoffe beeinträchtigen das
Nervensystem. Entsprechend beobachtet man (neben
Speicheln, Erbrechen und Durchfall) Störungen desselben:
Krämpfe und Übererregbarkeit bzw. Muskelsteife, fehlende
Reflexe, Atemnot und Koma.
Informieren können Sie sich auch bei der
Giftpflanzendatenbank der Universität Zürich!
Bei
Vergiftungserscheinungen in jedem Fall den Tierarzt
aufsuchen!!!
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| Untermieter: Milben – Flöhe - Würmer
Wer bekommt nicht schon Juckreiz bei diesen WORTEN??? Ihr Haustier hat
ihn ganz gewiss, wenn Sie diese Diagnose hören!
Ohrmilben: Ohrmilben können die
Ursache sein, wenn Ihre Katze oder Ihr Hund häufig den Kopf schüttelt und
sich an den Ohren kratzt oder reibt, und wenn Sie in den Ohrmuscheln
schwarzbraune Ablagerungen entdecken. Der Befall verursacht einen unan-
genehmen Juckreiz und kann auch zu Entzündungen führen. Manchmal kratzen
sich die Tiere sogar die Ohrmuscheln wund. Die Behandlung erfolgt mit einer
Salbe, die sie jeden zweiten Tag verabreichen müssen und zwar mindestens
drei Wochen lang (!). Es müssen alle im Haus lebenden Tiere kontrolliert und
gegebenenfalls behandelt werden, damit es nicht zu Rückfällen kommt.
Anzeichen für Flohbefall: Häufiges,
heftiges Kratzen, Flohkot auf der Haut: kleine schwarze Krümel, die auf
nassem Zellstoff rote Farbe abgeben. Mögliche Begleiterscheinungen: Allergie
gegen den Flohspeichel, erkennbar durch Hautveränderungen mit Rötung, Ekzeme
(bei Katzen eher selten), evtl. Übertragung von Bandwürmern (theoretisch
auch auf den Menschen). Behandlung: Flohmittel nach Absprache mit dem
Tierarzt! Wichtig: Auch die Umgebung muss behandelt werden, weil Flöhe sich
nur etwa eine Stunde pro Tag auf ihrem Wirt aufhalten und in der restlichen
Zeit z. B. am Ruhe- oder Schlafplatz der Katzen oder Hunde leben, wo sie
auch ihre Eier ablegen. Diese Behandlung geschieht mit Sprays und vor allem
gründlichem, regelmäßigem Staubsaugen aller Aufenthaltsorte des Tieres und
Auskochen der Liegeunterlagen. Parallel zur Flohbehandlung sollte auch eine
Wurmkur in Absprache mit dem Tierarzt durchgeführt werden. Vorbeugung:
Regelmäßige Anwendung von vorbeugenden Mitteln wie Spot-on-Präparaten,
Tabletten, Spritzen etc. Wichtig: Stärkung des Immunsystems des betroffenen
Tieres! Flohbefall muss kein Anzeichen für mangelnde Pflege sein - Flöhe
kann sich ein Hund/eine Katze von einem anderen Hund und/oder Katze oder
Igeln holen.
Würmer sind eine ständige Gefahr für
Tier und Mensch. Sie belasten die Gesundheit und die Abwehrkräfte. Die
lästigen Gäste verschaffen sich auf vielerlei Art Zutritt: über die Nahrung
(z.B. Mäuse), durch Kontakt mit anderen Katzen/Hunden oder durch Überträger
(z.B. Flöhe). Regelmäßige Entwurmung Ihrer Schützlinge ist daher eine
hygienische Notwendigkeit, so selbstverständlich wie die Fellpflege. Denn
egal wie sehr Sie auf Ihre Lieblinge achten – Hunde und Katzen können sich
immer wieder mit Würmern infizieren. Tierärzte empfehlen deshalb eine
regelmäßige Entwurmung alle 3 Monate bei der Katze bzw. alle 6 Monate beim
Hund. Am einfachsten als Einmalbehandlung pro Entwurmung mit einem
Kombinationsprodukt gegen alle relevanten Rund- und Bandwürmer. Experten der
Mäusejagd sollten alle 4 – 6 Wochen gegen Bandwürmer behandelt werden. Bei
Flohbefall kann eine Wiederholungsbehandlung sogar schon nach 14 Tagen
notwendig sein.
Ein intaktes Immunsystem kann gegen Parasiten schützen. Ernähren Sie Ihr
Tier daher mit hochwertiger Nahrung und halten Sie es möglichst stressarm.
Einem gesunden Körper und einem intakten Immunsystem können Parasiten nicht
viel anhaben.
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| Aujeszkysche Krankheit - Finger weg
von rohem Schweinefleisch! Die Aujeszkysche Krankheit ist eine
tollwutähnliche Infektions-Erkrankung, die sowohl bei Hunden als auch bei
Katzen immer tödlich verläuft. Die Krankheit ist auch bekannt als Pseudowut,
Juckpest oder Tollkrätze.
„Ja und?“ werden Sie jetzt vielleicht denken, „Nie gehört, sicher etwas
ganz Exotisches.“ Falsch. Das Aujeszky-Virus wird übertragen durch rohes
Schweinefleisch, also auch durch Salami, geräucherten Schinken, Landjäger,
usw. Deshalb sollten Sie Ihren Liebling wirklich NIEMALS mit dergleichen
„Leckerlis“ beglücken! Das Virus kann durch Erhitzung über 55°C unschädlich
gemacht werden, also durch braten, kochen oder backen. Eine einfache, aber
effektive Methode.
Die Aujeszkysche Krankheit ist eigentlich eine Schweineseuche mit einer
Inkubationszeit von 2-9 Tagen. Gefährdet sind alle Fleischfresser, die
Kontakt mit Schweinen haben oder rohes Schweinefleisch fressen. Die
Übertragung des Virus erfolgt hauptsächlich durch das Fressen von
virushaltigen, nicht erhitzten Innereien oder rohem Schweinefleisch (z.B.
Schlachtabfälle). Es gibt keine Schutzimpfung für Hunde und Katzen und
bisher ist noch keine Möglichkeit bekannt, die Krankheit zu behandeln.
Menschen können sich ebenfalls mit dem Aujeszky-Virus anstecken, die
Krankheit verläuft jedoch in der Regel symptomlos. Auch bei Schweinen
verläuft eine Infektion zum Teil ohne Symptome, weshalb sie als vermeintlich
gesunde Tiere geschlachtet werden und so in die Nahrungskette gelangen. Auf
das Virus getestet wird nicht, weil es ja für den Menschen ungefährlich ist.
Symptome der Krankheit: Zu Beginn der
Infektion zeigt sich Ruhelosigkeit, Apathie und Mattigkeit. Auch
Appetitlosigkeit, Erbrechen, Aufblähung in Magen oder Darm, beschleunigte
Atmung und Fieber kommen vor. Später kommt es zu rasch einsetzenden
Schluckbeschwerden mit vermehrtem Speicheln, zu schwankendem Gang, Taumeln
und Störungen der Bewegungskoordination, Augenzittern sowie Muskelzuckungen,
die typischerweise über den ganzen Körper laufen.
Im weiteren Verlauf kommt es zu starkem Juckreiz, der an Ohren und Nase
beginnt. Infolge von Beißen und Kratzen treten bei bis zu 50 % der Tiere
Selbstverstümmelungen auf. Innerhalb von 24 bis max. 48 Stunden kommt es zu
Bewusstseinstrübungen, schüttelnden Krämpfen, Lähmungen und schließlich zum
Tod.
Bei Hunden treten zusätzlich (nicht aggressive) Tobsuchtanfälle oder
Winseln und Jaulen auf (als hätten sie starke Schmerzen). Im Unterschied zur
Tollwut haben Hunde massiven Durst und sind nicht aggressiv. Beim Hund
verläuft die Aujeszkysche Krankheit stets innerhalb von 1 bis 3 Tagen
tödlich.
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