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Inhaltsverzeichnis |
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Impfplan für Hunde Ein Welpe ist über
die Muttermilch gegen viele Infektionskrankheiten geschützt. Leider verliert
sich dieser Schutz innerhalb weniger Wochen und der kleine Vierbeiner ist
Angriffen von Viren und Bakterien wegen noch nicht genügend aufgebauter
Abwehrkräfte weitgehend ungeschützt ausgeliefert. Damit Ihr Hund gesund
bleibt und keine ansteckenden Infektionskrankheiten bekommt, sollten Sie Ihr
Tier impfen lassen. Dies geschieht mit einer so genannten
Grundimmunisierung.
Geimpft werden darf nur ein klinisch gesunder Hund. Deshalb wird Ihr
Tierarzt die Fellnase vorher gründlich untersuchen. Auch ein eventuell
vorhandener Parasitenbefall muss unbedingt vorher behandelt werden, damit
die Impfung gut greifen kann! Ihr Hund sollte daher etwa 2 Wochen vor der
Impfung entwurmt werden.
Grundimmunisierung: |
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Krankheit |
1.
Impfung |
Nachimpfung |
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Staupe / Hepatitis
/ Leptospirose/
Parvovirose / Zwingerhusten |
7. - 8. Lebenswoche |
12. - 13. Lebenswoche |
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Tollwut |
ab 12. Lebenswoche |
4 Wochen später |
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Bei hohem Infektionsdruck von
Staupe und Parvovirose |
5. - 6. Lebenswoche |
bei Bedarf alle 2 - 4 Wochen
bis zur 12. - 16. Lebenswoche |
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| Hat ein erwachsener Hund keine
Grundimmunisierung, so ist es dafür in keinem Alter zu spät! Lassen Sie
Ihren Hund bitte auf jeden Fall impfen! Folgeimpfung:
Leider hält der Impfschutz nur einen befristeten Zeitraum,
deshalb sind regelmäßige Folgeimpfungen notwendig. Dies geschieht in der
Regel jährlich. Bei Tollwut gibt es mittlerweile Impfstoffe, die 3 - 4 Jahre
schützen.
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Staupe Die Staupe wird durch das canine Staupevirus ausgelöst,
das eng verwandt ist mit dem menschlichen Masernvirus. Die Übertragung
erfolgt direkt von Hund zu Hund. Außerhalb des Hundes bleibt der Erreger nur
wenige Tage ansteckend, aber dies reicht auch, damit auch der Mensch
Überträger wird, weil er das Virus an den Schuhen oder der Kleidung mit sich
trägt. Gefährdet sind alle ungeimpften Hunde, aber besonders die Welpen und
Jungtiere. Die Inkubationszeit beträgt drei bis sieben Tage. Die Krankheit
beginnt zunächst mit Appetitlosigkeit, der Hund wirkt abgeschlagen und hat
Fieber.
Man unterscheidet verschiedene Verlaufsformen der Staupe, je nachdem,
welche Organe von der Krankheit befallen werden. Die Formen können auch
kombiniert auftreten:
Darmstaupe: Erkrankungen des
Magen-Darm-Traktes sind die ersten Anzeichen einer Staupeinfektion. Sie
äußern sich in akuten Durchfällen und heftigem Erbrechen.
Lungenstaupe: Hier äußert sich die
Krankheit mit Husten, Niesen und Atemnot. Lungenstaupe beginnt mit Augen-
und Nasenausfluss und eventuell auch einer Bindehautentzündung. Vom
Nasen-Rachen-Raum breitet sich die Entzündung über die Bronchien auf die
Lunge aus.
Nervenstaupe: Sie ist die
gefürchtetste und häufigste Form der Staupe. Es treten krampfartige
Zuckungen (Staupetick), Bewegungsstörungen und Lähmungen auf. Diese sind
sehr schwer zu behandeln und führen häufig dazu, dass der Hund
eingeschläfert werden muss. Der einzige sichere Schutz vor Staupe ist nur
die Schutzimpfung.
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Hepatitis contagiosa canis (Hcc) Die ansteckende
Leberentzündung wird durch das Canine Adenovirus 1 und 2 (CAV-1, CAV-2)
übertragen. Die Übertragung der Krankheit erfolgt überwiegend durch den
Kontakt ungeschützter Tiere mit Harn oder Kot von kranken Tieren. Der
Erreger ist sehr stabil und kann außerhalb des Hundes bei
Zimmertemperatur mehrere Wochen und bei unter 4°C sogar bis zu neun Monaten
ansteckend bleiben. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis zehn Tage.
Symptome sind Fieber, Appetitlosigkeit und Schmerzempfindlichkeit im
Bauchraum. Außerdem können Erbrechen, Durchfall, Rachenentzündungen und
nervöse Störungen auftreten. Eine kausale Therapie ist nicht möglich, es
können nur Symptome bekämpft werden und unterstützende Maßnahmen ergriffen
werden. Die Hepatitis contagiosa canis endet oft tödlich. Wenn der Hund die
Krankheit übersteht, trägt er vielmals Nierenschäden und/oder eine Trübung
der Hornhaut davon.
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Leptospirose Leptospirose oder auch Hundetyphus ist eine
ansteckende, bakterielle Infektionskrankheit, die durch Leptospiren (eine
Bakterienart) hervorgerufen wird. Auch eine Infektion des Menschen durch den
Hund ist möglich. Leptospiren werden von infizierten Tieren im Urin
ausgeschieden. Die Infektion erfolgt durch den Kontakt über die Haut oder
Schleimhäute. Die Ansteckung erfolgt durch Hunde, Mäuse und Ratten. Als
Hauptübertragungsweg gilt jedoch das Trinken von mit Rattenharn verseuchtem
Wasser, wie es vor allem in Pfützen während der Sommermonate vorkommt. Aber
auch Teiche, Tümpel und Gräben sind Übertragungswege. Die Krankheit äußert
sich durch Appetitlosigkeit, Erbrechen und Fieber. Es wird Müdigkeit und oft
ein Schwächezustand in den Hinterbeinen beobachtet, der das Springen und
Treppensteigen mühsam macht. Später zeigen sich Nierenentzündungen
oder auch Gelbsucht.
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Parvovirose Die Parvovirose des Hundes oder auch
Hundepanleukopenie ist eine Infektionskrankheit, die durch ein arteigenes
Parvovirus ausgelöst wird. Betroffen sind hauptsächlich Welpen, Junghunde
und alte Hunde. Übertragen wird die Krankheit über den Kot von Hund zu Hund.
Weil der Erreger gegen Umwelteinflüsse weitgehend unempfindlich ist - bei
Zimmertemperatur bleibt er über ein Jahr ansteckend - und auch mit
Desinfektionsmitteln schwer abgetötet werden kann, kommt einer anderen
Ansteckungsart eine ganz besondere Bedeutung zu: die Übertragung durch den
Menschen, z. B. über Schuhe und Kleidung. Die Inkubationszeit beträgt vier
bis zehn Tage.
Das Parvovirus des Hundes ist eng verwandt mit dem Parvovirus der Katze.
Deshalb kann ein infizierter Hund (oder infizierte Kleidung/Schuhe) auch
eine Katze anstecken.
Der Erreger dringt über die Nasen- und Maulschleimhaut ein und verbreitet
sich rasch im ganzen Körper. Die Parvovirose beginnt mit Fieber,
Appetitlosigkeit und Teilnahmslosigkeit. Etwa 6 - 12 Stunden nach den ersten
Anzeichen treten vor allem schwere Magen-Darm-Störungen mit Erbrechen und
Durchfall auf, wobei der Stuhl meist sehr übel riecht, häufig eine graue
Farbe hat und auch blutig sein kann. Mit dem Durchfall werden massenhaft
Viren ausgeschieden.
Manchmal nimmt die Infektion einen sehr raschen Verlauf: Die Hunde
dehydrieren innerhalb weniger Stunden und verenden. Drei- bis zwölf Wochen
alte Welpen sterben häufig an Parvovirose, ohne dass vorher Symptome
erkennbar waren. Hier hat das Virus den Herzmuskel befallen und es kommt zum
akuten Versagen der Herz-Kreislauf-Funktion.
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Zwingerhusten Der Zwingerhusten ist eine Infektionskrankheit
der Atemwege. Verantwortlich sind gleich eine ganze Reihe von Viren und
Bakterien. Am häufigsten beteiligt sind das canine Parainfluenzavirus (CPIV)
und das Bakterium Bordetella bronchiseptica. Sie lösen zum Teil alleine, zum
Teil gemeinsam die Erkrankung aus. Durch engen Kontakt in Zwingern, aber
auch auf Hundeplätzen, Tierheimen und in Tierpensionen wird die
Krankheitsübertragung begünstigt. Unter diesen Bedingungen kommt es
gelegentlich zu einer explosionsartigen Ausbreitung.
Beim Zwingerhusten entzünden sich der Kehlkopf, die Luftröhre und die
Bronchien. Als Folge davon tritt ein bellender Husten auf. Die Schutzimpfung
gegen Zwingerhusten kann nur die wichtigsten der vielen in Frage kommenden
Erreger abdecken. Dennoch leistet sie einen wertvollen Beitrag zur
Eindämmung des ansteckenden Hustens - insbesondere für Hunde, die häufig
Kontakt zu Artgenossen haben.
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Tollwut Die Tollwut oder Rabies ist eine von verschiedenen
Genotypen des Lyssavirus ausgelöste Infektionskrankheit. Der Genotyp 1 der
Virengattung, das Rabiesvirus, ist das klassische Tollwutvirus. Es
verursacht bei Tieren und Menschen eine akute lebensbedrohliche
Gehirnentzündung. Die Infektionskette beginnt beim Fuchs, der anderes Wild
und auch Haustiere ansteckt. Tollwütige Tiere können auch den Menschen
infizieren. Die Übertragung erfolgt durch virushaltigen Speichel, der
bei einem Biss in die Wunde eindringt. Die Inkubationszeit beträgt in der
Regel zwei bis acht Wochen. Die Krankheit dauert zwischen einem Tag und
einer Woche und endet praktisch immer tödlich.
Nach dem Eindringen des Erregers in den Körper siedelt sich das Virus
über das Nervengewebe im Gehirn an und löst dann die der Tollwut eigenen
Erscheinungen aus. Das sind z. B. Wesensveränderungen, besondere
Aggressivität, Unruhe, Scheu, Speichelfluss, heiseres Bellen, Beißwut,
zunehmende Lähmung und Tod.
Weil die Tollwut so gefährlich ist, gelten für sie besondere gesetzliche
Bestimmungen: An Tollwut erkrankte Tiere müssen sofort getötet werden. Für
Hunde gilt dies bereits, wenn sie mit erkrankten oder nur
krankheitsverdächtigen Tieren in Berührung gekommen sind. Wenn der Hund
nachweislich gegen Tollwut geimpft ist, besteht für ihn keine
Tötungspflicht!
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