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| Sie waren alt, sie waren krank,
oder aus anderen Gründen ungewollt. Aber wir haben sie geliebt. Jedes
einzelne Tier hatte sein ganz persönliches Schicksal und jedes Tier war
einzigartig. Sie alle haben einen festen Platz in unseren Herzen und bleiben
unvergessen. Macht's gut, ihr Lieben - wir sehen uns auf der anderen Seite
der Regenbogenbrücke! |
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Unser
Schaf Meike
Geboren 2000 - gestorben im Januar 2012
Auf dem Tierhof seit April 2010
Meike und ihre Schwester Marlies gehörten einem Mann,
der insgesamt sieben Schafe zur Ausbildung von Border Collies hielt. Die
Seniorinnen sollten zum Schlachter, weil zwei junge Schafe für sie in
die Herde kommen sollten.
So zogen die beiden auf unseren Gnadenhof. Sie verstanden sich von Anfang an
prächtig mit den anderen Schafen und fühlten sich rundherum wohl. Nur plagte
beide eine Arthrose in den Füßen, die bei Meike immer schlimmer wurde.
Obwohl sie regelmäßig Medikamente bekam, ließ sich das Alter nicht
aufhalten.
Als sie eines Morgens gar nicht mehr aufstehen konnte, mussten wir sie von
Ihren Schmerzen erlösen. Leb wohl, tapfere Meike - deine Schwester vermisst
dich sehr und auch uns wirst du fehlen!
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Unser
ausrangiertes
Pony
Flora
Geboren 1994 - gestorben im Oktober
2011
Auf dem Tierhof seit März 2009
Flora und ihre Freundin Romance teilten ihr ganzes
Leben lang zusammen einen Stall. Das
Shetlandpony und die Araber/Deutsches
Reitpony-Mischlingsstute gehörten einem
alten Mann, der sie liebte, aber als
auch er in die Jahre kam, immer
schlechter versorgte. Nun war der Mann
so gebrechlich, dass er in ein
Pflegeheim kommen sollte.
Der Mann war noch
nicht einmal aus dem Haus, hatte der
Sohn bereits den Schlachter angerufen,
dass dieser kommen solle um die beiden
abzuholen. Dieses Telefongespräch hat
der Besitzer der Ponys zufällig
mitbekommen und hat völlig geschockt den
Tierschutz verständigt. So kam die
Rettung buchstäblich in allerletzter
Minute, denn kaum waren die zwei im
Pferdeanhänger verstaut, kam der
Schlachter angefahren...
So haben Flora und Romance auf dem
Gnadenhof ihren Stall bezogen. Flora
hatte schlimme Hufe, die schon sehr
lange nicht mehr gepflegt worden waren. Auch der Allgemeinzustand
des Ponys war recht ungepflegt, aber sie
ließ sich gerne striegeln und genoss
es, regelmäßig Streicheleinheiten zu
bekommen.
Flora fühlte sich sehr wohl bei uns
und verbrachte noch zweieinhalb schöne
Jahre auf dem Gnadenhof. Doch dann
ließen ihre Kräfte immer mehr nach und
als sie nicht mehr alleine aufstehen
konnte, blieb uns letztendlich nichts
anderes übrig, als sie über die
Regenbogenbrücke zu schicken.
Leb wohl, kleine Flora, wir und auch
Romance werden dich sehr vermissen!
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Unsere
freiheitsliebende Doro
Geboren ca. 1997 - gestorben im August
2011
Auf dem Tierhof seit April 2010
Doro kann schon eine lange "Neue
Tierhilfe"-Geschichte schreiben. Im Jahr
1999 kam sie zu Rita Brand - damals noch
in ihren Privathaushalt im Elsass.
Ursprünglich war Doro ein römischer
Straßenhund. Eine junge Deutsche hatte
sie während ihres einjährigen Praktikums
in einem römischen Hotel täglich
gefüttert. Als sie wieder nach
Deutschland zurückging, tat ihr der Hund
leid und so wurde Rita gefragt, ob die
Neue Tierhilfe die Hündin - nachdem sie
die vorgeschriebenen Impfungen erhalten
hatte und kastriert worden war -
aufnehmen würde. Gesagt, getan. Doro kam
also in den Brand'schen Haushalt und
sofort wurde klar, dass sie kein
Haushund ist. Sie liebte ihre Freiheit
so sehr, dass sie alles zerstörte,
sobald sie eingesperrt war. Wobei
"eingesperrt" nicht ein Zwinger war,
sondern Ritas Haus. Trotzdem lebte Doro
neun Monate bei Rita. Von Ritas Mobiliar
lebte praktisch nichts mehr. Einmal hat
sie innerhalb von 18 Stunden eine
komplette Wohnzimmereinrichtung zerlegt,
so dass sämtliche Möbelstücke nur noch
für die Mülldeponie taugten...
Nachdem auch den letzten Menschen klar war, dass Doro
nicht vermittelbar ist, nahm das Schicksal im Jahr 2000 eine andere Wendung:
ein Mann mit Wohnsitz in Baden-Baden, jedoch genauso freiheitsliebend wie
Doro und deshalb vorwiegend auf der Straße lebend, hatte seinen Hund
verloren und war auf der Suche nach einem neuen Gefährten. Die beiden
verstanden sich auf Anhieb! So lebte Doro zehn Jahre glücklich bei dem
Herrn, blieb jedoch immer ein Hund der Neuen Tierhilfe: wir bezahlten für
Doro die Hundesteuer, Impfungen und Tierarztbesuche. Auch eine Operation,
die in dieser Zeit nötig geworden war, wurde von uns übernommen. Doch seit
Anfang 2010 ging es dem Mann gesundheitlich immer schlechter und Doros
Versorgung war nicht mehr gewährleistet. So zog die in die Jahre gekommene
Hündin auf dem Tierhof als Gnadenbrot-Hund ein.
Doro verstand sich auf Anhieb mit den anderen Hunden und
Katzen des Tierhofes. Im vorderen Hofbereich hatte sie jede Menge Platz und
konnte sich frei bewegen. Nachts schlief sie drinnen und kam auch gut damit
zurecht - jedenfalls war alles heil geblieben... Ihre Arthrose, die
sie mittlerweile plagte, wurde von uns behandelt und wir hofften, dass Doro
noch viele glückliche Jahre auf dem Tierhof verleben darf. Leider kam es
anders. Im Juli 2011
fiel uns auf, dass sich Doro anders benahm als sonst. Sie fraß nicht mehr
so gut und wurde immer ruhiger. Als sie am Morgen des 28. Juli gar nichts
mehr essen wollte, hatte Rita so ein "komisches" Gefühl und schickte Doro
sofort zum Tierarzt - Gott sei Dank! Doro wurde noch am gleichen Tag
notoperiert. Sie hatte einen riesigen Milztumor, der gerade geplatzt war und
sie hatte schon sehr viel Blut im Bauchraum. Trotz allem hatte Doro die OP
gut überstanden und es schien, dass sie sich
erholte. Aber fast genau zwei Wochen ging es
ihr plötzlich so schlecht, dass wir sofort
mit ihr zum Notarzt fuhren. Der ganze
Bauchraum hatte sich wieder mit Blut gefüllt
und ihr Kreislauf war völlig
zusammengebrochen. Es blieb uns nichts
anderes übrig, als Doro von ihrem Leiden zu
erlösen. Wir sind sehr traurig. |
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Unser Wildling Charlie
Geboren September 2009 - gestorben im August
2011
Auf dem Tierhof seit März 2010
Charly und seine Schwester Dolly
wurden als Wildlinge in einer Rastatter
Gartenanlage eingefangen und zu uns
gebracht. Die Kätzin konnte vermittelt
werden, aber Charly war und blieb ein
kleiner Wildling. Er fühlte sich einfach
nicht wohl, wenn er eingesperrt war und
war auch nicht so zutraulich, wie das
viele Menschen von einer Samtpfote
erwarten. Deshalb hatten wir uns
entschlossen, dass Charly zusammen mit
seinen drei Freunden aus der
Gartenanlage auf unserem Gnadenhof
bleiben durfte.
Innerhalb des Gnadenhofgeländes lebte er
sehr zurückgezogen und vermied es, Menschen
zu begegnen. Als er krank wurde, zog er sich
noch weiter zurück und erst als er bereits
so schwach war, dass er sich nicht mehr
weiter verstecken konnte, gelang es ihn
einzufangen. Leider war es dann schon zu
spät. Wir mussten ihn einschläfern lassen.
Es tut immer wieder weh, wenn man einem
Tier nicht helfen kann, weil es einen
Menschen einfach nicht an sich heran lässt.
Leb wohl, kleiner Wildfang - du hättest
viele Streicheleinheiten verdient. |
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Unser heimgekehrtes Rehlein
Geboren 1997 - gestorben im Juni
2011
Auf dem Tierhof seit Juni 2010
Rehlein wurde im Jahr 1998 von der
damaligen "Ponderosa" - dem heutigen
Tierhof - weggebracht, weil sie alle
Bäume annagte und man das überhaupt
nicht gebrauchen konnte. Rehlein kam zu
einer Ziegenfreundin, bei der sie es
auch zwölf Jahre lang schön hatte.
Leider ist die Dame verstorben und
Rehlein brauchte ein neues Zuhause. Was lag näher, als die Ziegen-Seniorin wieder in ihrem
einstigen Zuhause aufzunehmen! Vom ersten Tag an verstand sie sich prima mit
unseren Ziegen Liesel, Ulla und Eddi und auch mit allen anderen Bewohnern
des Gnadenhofes kam sie wunderbar zurecht.
Im Alter von 14 Jahren wurde bei der
Ziegenoma Krebs diagnostiziert. Die
Krankheit schritt immer schneller voran,
Rehlein wurde immer schwächer und schließlich
blieb uns nichts anderes übrig, als Rehlein
zu erlösen. |
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Unsere
behinderte Luna
Geboren Juni 2004 - gestorben im Mai
2011
In der
Pflegestelle seit Juli 2004
Luna
hatte als Baby eine Begegnung mit einem
nicht besonders katzenliebenden Hund,
die damit endete, dass er die Kleine
quer im Maul hatte und einmal kräftig
zubiss. Luna kam im Alter von vier
Wochen über unseren Tierarzt
in unsere Pflegestelle - mit gelähmten Hinterbeinen und
einer verletzten Vorderpfote. Außerdem
hatte sie keine selbständige
Blasen-Darmfunktion mehr. Mit
Massage, Bewegungsübungen,
Stromtherapie, unerbittlicher
Hartnäckigkeit und unendlich viel Geduld
war sie im Oktober 2004 soweit, dass sie
ein wenig stehen konnte. Den Weg zum
Katzenklo schaffte sie immer noch nicht
alleine. Seit Dezember 2004 konnte sie
dann
schon mehrere Meter selbständig gehen
und kletterte über das Sofa auf die
Fensterbank, um nach draußen zu schauen.
Anfang
2006 kam dann der Durchbruch: Luna
überwand Treppen und es gab wenig Dinge, die sie
noch bremsen konnten.
Trotzdem bedurfte es sehr großer
Aufmerksamkeit, denn allzu oft
überschätzte sich die Kleine auch. Die
Sache mit dem Klo klappte immer öfter,
aber dann gab es auch wieder Rückfälle. Luna
war
eine sehr soziale Katze, die gut mit
Artgenossen zurecht kam. Trotz ihres
Erlebnisses verstand sie sich auch gut
mit dem Hund der Pflegefamilie. Seit
April 2007 hatte Luna ihre eigene
Gangart entwickelt und bewegte sich
fast wie alle anderen Katzen
durchs Haus. Es gab für sie kein
Hindernis mehr, sie kletterte überall
hoch, liebte Fenster(aussichts)plätze.
Die Muskulatur an ihren Hinterbeinen
musste immer noch trainiert werden und
auch das Thema Katzenklo war noch nicht
ganz ausdiskutiert.
Trotzdem oder gerade deswegen war
Luna eine der ganz besonderen Lieblinge
der Pflegefamilie. So traf es sie wie
ein Blitz, als Luna völlig unerwartet
über die Regenbogenbrücke ging.
Leb wohl, tapfere Luna - und sei dir
versichert, dass du sehr, sehr vermisst
wirst.
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Unser
Wildling Henry
Geboren Oktober 2009 - gestorben im April
2011
Auf dem Tierhof seit März 2010
Henry wurde mit seinen Geschwistern Paula
und Nikita als Wildlinge in einer Rastatter
Gartenanlage eingefangen und zu uns
gebracht. Nach drei Monaten im Katzenhaus
liebte er immer noch seine Freiheit mehr als
alles andere und hatte auch nur zu seiner
Betreuerin so viel Zutrauen, dass er sich
streicheln ließ.
Getigert und zusätzlich scheu sind nicht
gerade Eigenschaften, die eine Vermittlung
erleichterten. So hatten wir uns
entschlossen, dass die Geschwister auf
unserem Gnadenhof zusammen bleiben duften
Leider war es Henry nicht lange
vergönnt, ein schönes Leben zu genießen. Leb
wohl, kleiner Mann. |
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Unsere
arthrosegeplagte Fifi
Geboren 1999 - gestorben im März 2011
Auf dem Tierhof seit
Dezember 2003
Fifi war Menschen gegenüber eine ganz liebe
Hündin. Sie war sehr verschmust und
liebte Kinder. Leider hatte Fifi überhaupt
keinen Sinn für andere Tiere. Hunde,
Katzen und Kleintiere hatte sie allesamt
zum Fressen gern. Fifi
wartete mehr als sieben Jahre vergeblich darauf, dass sie
jemand adoptierte. Zu groß war für die
Menschen das Risiko, dass Fifi anderen
Tieren Schaden zufügte. So verbrachte
Fifi Jahr um Jahr ihres Lebens bei uns
auf dem Tierhof und freute sich auf die
regelmäßigen Ausflüge mit ihrem
Spaziergänger.
Als Fifi älter wurde, plagte sie eine
ausgeprägte Arthrose, die wir mit
täglichen Medikamenten behandelten. Ihr
Knie kam nach und später eine schlimme
Nervenentzündung. Am Ende konnte Fifi
nicht mehr richtig aufstehen und zog nur
noch die Hinterbeine hinter sich her.
Sie hatte große Schmerzen und das
konnten wir nicht weiter verantworten.
So ließen wir sie letztendlich vom
Tierarzt erlösen. Fifi ist jetzt auf der
anderen Seite der Regenbogenbrücke und
hat endlich keine Schmerzen mehr. Wir
wünschen dir, dass du da, wo du jetzt
bist, mit allen Tieren gut zurecht
kommst und endlich glücklich bist.
Für FIFI von Angelika
Ein kleiner Vogel im Sturm -
nichts vermag ihn zu erschecken,
weder Wind noch Regen.
Er weiß,daß hinter den Wolken
seine Sonne immer scheint
11.März 2011
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Unser
übriggebliebener Omeilly
Geboren 5. Juli 2005 - gestorben im Februar 2011
In der
Pflegestelle seit Juli 2005
Der dunkelbraune Omeilly wurde bei uns geboren. Alle Geschwister und
auch die Mama wurden vermittelt, aber den
kleinen Mann wollte niemand
haben. So lebte er jahrelang glücklich in
der Pflegestelle bei Tante Anja.
Leider war es Omeilly nicht vergönnt, ein
biblisches Alter zu erreichen, aber jeden
Tag bei seinen geliebten Meerli-Freunden hat
er bis zuletzt sehr genossen. Leb wohl,
kleiner Mann!
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Unser ängstlicher Remy
Geboren 2000 - gestorben im Januar 2011
Auf dem Tierhof seit Mai
2004
Remy war als Grand Bleu de Gascogne
von einer sehr seltenen Rasse - was ihm allerdings
nichts genutzt hat, denn er hatte in seinem Leben bereits einiges ertragen
müssen. Seine Odyssee begann
schon im Welpenalter, als ihn sein Züchter von
Südfrankreich - in ein normales Postpaket gestopft - zum
neuen Besitzer ins Elsass verschickte. Diese Zeit in der
engen, dunklen Kiste, die vielen nicht zuordenbaren
Geräusche, das Hin- und Hergewofenwerden im Paket und
das alles ohne Futter und Wasser hatte Remy für sein Leben
geprägt. Er hatte wahnsinnige Angst vor allen Geräuschen
und allem Unbekannten. Dies waren nicht die
besten Voraussetzungen, um seinem neuen Besitzer gerecht
zu werden. Der war nämlich Jäger und wollte Remy als
Jagdhund. Schnell stellte er fest, dass der Hund dafür
nicht zu gebrauchen war und so gab er ihn kurzerhand an
den nächsten Jäger weiter. Auch dieser stellte bald
fest, dass Remy zur Jagd untauglich ist und so war sein
Schicksal besiegelt: er wurde permanent an die kurze
Kette gelegt und dort praktisch vergessen.
So kam Remy Anfang 2002
halb verhungert und völlig verstört zu uns. Im
Privathaushalt von Frau Brand konnte er sich erholen und
sich langsam mit dem Hunderudel anfreunden. Drei Monate später zog
er dann in ein neues Zuhause um, wo er zwei Jahre lang
lebte. Doch seine Menschen waren plötzlich den
Anforderungen nicht mehr gewachsen, denn Remy hatte durch
seine psychischen Probleme ein permanentes Hautproblem,
dem man gerecht werden musste. Dies war jedoch mit einem
speziellen Futter gut in den Griff zu bekommen: er
brauchte zweimal täglich eine Dose "Rinti Sensible"
anstatt normales Hundefutter. Dieses ausgesprochen
hochwertige Futter war natürlich auch
etwas teurer als normales Futter.
Kurz und gut: Ende Mai
2004 ist er auf dem Tierhof angekommen - wieder völlig
abgemagert und mit offenen Hautstellen. In den ersten
Wochen hatte er 6 kg (SECHS! kg) Trockenfutter pro Tag -
zusätzlich zu den 2 Dosen Rinti Sensible - gefressen und
förmlich wie ein Staubsauger alles in sich eingesaugt.
Dann wurde sein Gewicht normal, die
Hautstellen schlossen sich langsam aber sicher und Remy
fühlte sich auf dem Hof rundum wohl und blühte sichtlich
auf. Er spielte mit den anderen Hunden, liebte die
freiwilligen Helfer und kündigte jeden Besucher lautstark
an (um dann schnell reißaus zu nehmen...)
Leider hatte Remy neben den Hautproblemen auch immer
wieder massive Ohrenprobleme. Bedingt durch die langen
Ohren und die wenige Luft, die in den Gehörgang konnte,
hatte er regelmäßig Infektionen und vereiterte Ohren.
Wir haben sämtliche Behandlungsmöglichkeiten
ausprobiert, ob Schulmedizin oder alternative Therapien
- nichts brachte Remy Genesung. Mit der Zeit hatte sich
die Entzündung so tief in den Kopf gefressen, dass wir
es nicht mehr verantworten konnten, ihm weiterhin solche
Schmerzen zuzumuten. Was uns immer verwundert hat: trotz
dieser sicherlich schlimmen Schmerzen ist Remy nie
aggressiv geworden, sondern immer ein ganz feiner und
lieber Kerl. Wir werden dich schrecklich vermissen!
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Unsere
Hundeoma Bonny
Geboren ca. 1996 - gestorben im Januar 2011
Auf dem Tierhof seit Mai
2010
Bonny war eine ganz arme Socke.
Das Jugendamt hatte veranlasst, dass die
Schäferhund-Mischlings-Oma aus ihrem
bisherigen Zuhause herausgeholt wurde. Bonny war total
verwahrlost, die Haut großflächig
entzündet von Flöhen und Milben, die
Ohren voll mit Hefe, das
Fell stumpf und schütter. Die arme
Hündin hatte furchtbaren Durchfall und
Blut im Urin. Die Seniorin sah auch
nicht mehr viel, ihre Augen waren getrübt
vom Grauen Star. Sie hielt beim Gehen den
Kopf schief, jedoch war unklar,
ob es durch eine nicht ausgeheilte Ohrenentzündung
kam
oder ob sie in der Vergangenheit einen
Schlaganfall erlitten hatte. Sie lief
gerne auf dem Hof herum, war jedoch
recht wackelig auf den Hinterbeinen. Sie
war auch inkontinent, was aber mit einer Tablette
täglich wunderbar im Griff war.
Die tierärztliche
Behandlung schlug gut an und Bonny
hatte sich schon wunderbar erholt.
Trotzdem war uns allen klar, dass die
Fellnase in der letzten Phase ihres
Erdendaseins war.
Bonny war
eine ganz bezaubernde, liebe und
verträgliche Hündin. Sie war so dankbar,
dass sich jemand um sie kümmerte
und genoss eine saubere, weiche
Schlafstätte.
Auf dem Tierhof ist
sie richtig aufgeblüht und gesellte sich
auch immer öfter zu den Besuchern oder
döste einfach nur in der Sonne und ließ
den Herrgott einen guten Mann sein :-)
Völlig unerwartet brach Bonny von
einem Tag auf den anderen zusammen und
konnte ihre Hinterbeine nicht mehr
bewegen. Diagnose: Cauda-equina-Syndrom.
Die Behandlung mit Cortison vertrug sie
nicht und täglich ging es ihr
schlechter. Uns blieb nichts anderes
übrig, als die liebe Hündin von ihren
Leiden zu erlösen.
Leb wohl, Bonny, du warst eine
Bereicherung für den Tierhof!
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Unser
Zwangsräumungskater Maximo
Geboren ca. 2008 - gestorben im November 2010
Auf dem Tierhof seit August
2010
Der rot-weiße Maximo war einer von
insgesamt 66 Katzen aus einer
Zwangsräumung in Baden-Baden. 33
Samtpfoten davon haben wir aufgenommen,
die andere Hälfte das Tierheim
Baden-Baden.
Wir vermuten, dass
Maximo einfach von der Straße
aufgesammelt und zu den anderen Katzen
in die Wohnung gesteckt wurde, denn
Maximo kam mit dem eingesperrt sein
überhaupt nicht zurecht. Er war völlig
panisch, ließ sich nicht anfassen, ging
die glatten Wände hoch und pinkelte
alles voll, was nicht senkrecht nach
oben stand. So haben wir
uns nach der Kastration und
vollständigen Impfung entschlossen,
Maximo auf dem Gnadenhof die Freiheit zu
schenken.
Maximo schätzte das sehr und streifte
mit den anderen Katzen über das Gelände
und den Gnadenbrotbereich. Leider hatte
er nur zwei Monate seine neue Freiheit
genießen können, denn Ende November fand
ihn eine Helferin morgens tot im Keller.
Die Kellerräume werden von den
Wildkatzen gerne zum Übernachten
benutzt, weil es dort wärmer ist als
draußen. Was letztendlich Maximos
Todesursache war, werden wir leider nie
erfahren.
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Unser
verschnupfte Aimy
Geboren ca. 2006 - gestorben im November 2010
In der Pflegestelle seit April 2008
Aimy lebte bei einem Artgenossen, der sie
jedoch nicht leiden konnte und sie deshalb
immer verhaute. Daher stammte wohl auch der
Riss im Ohr. An Aimy konnte es eigentlich
nicht gelegen haben, denn die junge Dame war
eine ganz ruhige, liebe und ausgeglichene
Häsin.
In der Pflegestelle stellte sich jedoch
heraus, dass Aimy immer mal wieder ein
nasses Näschen bekam, jedoch weder niesen
noch husten musste. Sie hatte den
Kaninchenschnupfen in so abgeschwächter
Form, dass sie für gesunde Kaninchen zwar
eine Ansteckungsgefahr bedeutete, aber für
ein krankes Kaninchen zu gesund war, um
nicht doch selbst noch mehr angesteckt zu
werden. Ein Teufelskreis, den wir
durchbrachen, indem Aimy bei uns bleiben
durfte und dort mit den Ninchen Kontakt
hatte, für die es ungefährlich war.
Im Oktober konnte Aimy plötzlich ihre
Hinterbeinchen nicht mehr bewegen, was sie
allerdings nicht sonderlich störte - sie war
fröhlich, fraß und bewegte sich mit ihren
Vorderbeinen vorwärts.
Anfang November jedoch versagten ihr über
Nacht auch ihre Vorderbeinchen, so dass sie
sich überhaupt nicht mehr bewegen konnte.
Schweren Herzens ließen wir sie über die
Regenbogenbrücke gehen. Leb wohl, tapfere
Aimy!
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Unsere kranke Roxanne
Geboren ca. 1997 - gestorben im Oktober 2010
Auf dem Tierhof seit März 2009
Roxanne wurde wegen Krankheit abgegeben. Als
sie auf dem Tierhof ankam war uns nicht ganz
klar, ob sie wirklich wegen Krankheit des
Halters abgegeben wurde - oder aber weil sie
selbst sehr krank ist. Auf dem Bild lässt
sich sehr gut erkennen, dass sie zwischen
den Beinen eine Art Ballon hängen hatte, der
wie ein riesiger Tumor aussah. Außerdem
hatte sie an beiden Milchleisten überall
Knoten. Auch im Brustbereich hatte sie wie
eine Art Wamme, die jedoch unbedenklich war.
Am Tag ihrer Ankunft waren vier Helfer fast
eine dreiviertel Stunde lang damit
beschäftigt, die unglaubliche Anzahl von
Zecken zu entfernen, die die Maus rund um
Hals, Brust und Rücken aussaugten. Alles
ließ sie voller Vertrauen und Geduld über
sich ergehen.
Beim Tierarztbesuch stellte sich heraus,
dass Roxanne einen Leistenbruch hatte und
die Blase bereits durch die Bauchdecke
durchdrückte. Wir wollten uns gar nicht
vorstellen, was das für Schmerzen gewesen
sein mussten...
Dies wurde schnellstens operiert und bei der
Gelegenheit wurden auch auf der
Operationsseite die Milchleiste mit den
Tumoren entfernt. Später dann wurde auch die
andere Seite operiert, aber niemand wusste,
wie weit der Krebs fortgeschritten war und
so er schon überall gestreut hat.
Wichtig war aber, dass Roxanne einen
unbesiegten Lebenswillen hatte! Sie fühlte
sich auf dem Hof so wohl und war rundum
glücklich! Sie liebte es, mit den anderen
Hofhunden in der Sonne zu liegen und genoss
jede Zuwendung, wenn auch mit anfänglicher
Zurückhaltung. Wirklich gut schien sie es in
ihrem früheren Leben nicht gehabt zu haben.
Roxanne hatte für sich beschlossen, unseren
Tierhof nicht mehr freiwillig zu verlassen.
So weigerte sie sich standhaft - außer mit
Rita Brand - mit irgendjemandem spazieren zu
gehen.
Mitte Oktober fing Roxanne plötzlich an,
unglaublich aus der Nase zu bluten. Ein
sofortiger Tierarztbesuch brachte die
schlimme Bestätigung, dass die Hündin einen
Tumor in der Nase hatte. Der Krebs wuchs in
einem erschreckenden Tempo und Roxanne ging
es täglich schlechter. Letztendlich blieb
uns nichts anderes übrig, als die liebe Maus
einzuschläfern. Wir werden dich sehr
vermissen!
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Unsere
geduldige Petra
Geboren ca. 1987 - gestorben im Oktober 2010
In der Pflegestelle seit September 2006
Petra irrte in einer Wohngegend herum und
suchte Unterschlupf bei einer Familie, die
sie allerdings nicht behalten konnte. Die
Familie versuchte mit Anzeigen, Aushängen
etc. die Halter zu finden. Nachdem dies
nicht gelang, kam die kleine Perserin zu
uns. Ihr Fell war total verfilzt und musste
ganz geschoren werden. Sie ließ dies mit
großer Geduld über sich ergehen! Bei der
ärztlichen Untersuchung stellte sich heraus,
dass Petra fast keine Zähne mehr hatte, von
den verbliebenen musste einer sofort gezogen
werden. Petra hatte zwischenzeitlich einen
Schlaganfall erlitten, den sie jedoch gut
überstanden hatte. Nur das Köpfchen hielt
sie seither leicht schief und ihr Fell war
recht dünn geworden.
Petra war eine sehr geduldige und
pflegeleichte Katze, die das tägliche Kämmen
und Bürsten genoss und sich über jede
Zuwendung freute. Auch den Babykatzen wir
sie immer eine liebevolle "Omi", bei der
sich jeder dazukuscheln durfte. Nun hat das
Alter seinen Tribut gezollt und Petra ist
friedlich auf dem Schoß ihrer Pflegemama
eingeschlafen.
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Unser
ehemaliges Schlangenfutter Max
Geboren ca. 2003 - gestorben im August 2010
In der Pflegestelle seit April 2009
Max (im Bild rechts) war eigentlich als
Schlangenfutter vorgesehen. Weil die
Besitzerin als Kind wohl selbst ein
Meerschweinchen hatte, bekam sie Skrupel und
gab Max zusammen mit einem anderen
Meerschweinchen-Lebendfutter-Kandidaten auf
dem Tierhof ab.
Max hatte einen Brusttumor, den wir
entfernen ließen. Bei dieser Gelegenheit
wurde er auch gleich kastriert.
Max mochte seine kleine Stella (im Bild
links) sehr und becircte sie fast ständig.
Auch das kranke Ninchen in seinem Gehege
becircte er und durfte bei ihm sogar Augen
und Ohren putzen (normalerweise tun das die
Kaninchen bei den Meerlis, nicht umgekehrt.
Max liebte alle, die um ihn herum waren und
zeigte ihnen das auf seine Weise. Er war
einfach nur glücklich, endlich Gesellschaft
und jemanden zum Betütteln zu haben, denn
"unterhalten" konnte er sich ja nicht, da er
taub war. Leider wuchs der Tumor in seiner
Brust wieder und ließ ihn nicht zur Ruhe
kommen. Letztendlich hat der tapfere Mann
den Kampf verloren.
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Unsere
zurückhaltende Natascha
Geboren unbekannt - gestorben im Juli 2010
In der Pflegestelle seit April 2007
Natascha wurde tragend von Spaziergängern
in Sinzheim-Leiberstung gefunden. Sie hatte
vermutlich einen Autounfall und war schwer
traumatisiert. Ihr linkes Auge war verletzt
und sie hatte leichte Gehstörungen. Am 12.
Mai 2007 hat Natascha bei uns drei gesunde
Kinder zur Welt gebracht, die alle ein neues
Zuhause fanden.
Mit viel Liebe und Ruhe verheilten ihre
körperliche Wunden. Ihre seelischen leider
nie ganz. Natascha blieb immer eine
zurückhaltende Katze, sie lebte zurück
gezogen und still, nur manchmal brummelnd,
als wollte sie uns sagen: Es ist gut! Lasst
mich! Irgendwie dachten wir immer, sie sei
noch eine relativ junge Katze, doch der
Tierarzt meinte, sie sei wohl schon eine
ältere Mieze gewesen. Sie starb an
chronischem Nierenversagen, ohne dass wir
vorher viel merken konnten. Die Hitze der
ersten Julitage waren wohl mit
ausschlaggebend, dass sie völlig
zusammenbrach. Wir kämpften zwei Tage lang
gemeinsam um ihr Leben und haben letztlich
doch verloren.
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Unser
frecher Floh
Geboren ca. 1999 - gestorben im Juli 2010
Auf dem Tierhof seit März 2007
Für uns alle unfassbar ist unser frecher
Floh über die Regenbogenbrücke gegangen. Der
Singapura-Kater - eine äußerst seltene Rasse
- war drei Jahre lang eine große
Bereicherung auf dem Tierhof. Ob Erwachsene
oder Kinder, ob Hunde oder Katzen: Floh
liebte sie alle! Und alle liebten Floh. Ohne
Furcht ging er auf jeden zu, spielte,
schmuste und brachte Fröhlichkeit in die
Herzen der Besucher.
Um so schockierter waren wir, als er am
Morgen des 5. Juli tot im Gehege von zwei
Pensionshunden lag. Zig mal hatte er die
beiden vorher schon besucht und zig mal
wurde er freundlich empfangen. Was in dieser
einen Nacht passierte, wird wohl ihr
Geheimnis bleiben. Wir sind sehr traurig und
vermissen ihn schrecklich.
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Unser
missgebildeter und arthrosegeplagter Rüdi
Geboren 2004 - gestorben im April 2010
Auf dem Tierhof seit Februar 2010
Rüdi und seine Familie kamen zu uns, weil
ihr Besitzer sie aus gesundheitlichen
Gründen nicht mehr versorgen konnte.
Der Hengst und die Stute Lotte waren
Geschwister. Da der frühere Besitzer die
beiden jedoch zusammen stehen hatte und Rüdi
nicht kastriert war, bekam Lotte im April
2008 ihre erste Tochter Sheila und im April
2009 die zweite Tochter Sternchen.
Rüdi hatte es besonders hart getroffen:
als die Zwerge bei uns ankamen, konnte Rüdi
kaum laufen und hatte offensichtlich starke
Schmerzen. Wir vermuteten, dass er eine alte
Verletzung hatte und ließen ihn röntgen. Das
Ergebnis war niederschmetternd!
Wahrscheinlich aufgrund einer
Mangelernährung der Mutter wurden bereits im
Mutterleib die Knochen beider
Schultergelenke nicht richtig ausgebildet.
Dadurch dass er jahrelang unbehandelt blieb,
hatte sich rechts wie links eine hochgradige
Arthrose ausgebildet. Mit Schmerzen mochte
er nicht laufen, was wiederum zur Folge
hatte, dass Rüdi fast keine Muskulatur
entwickelt hatte.
Auf dem Tierhof bekam er täglich
Schmerztabletten und regelmäßig
Physiotherapie (vielen Dank an Tanja Rose,
dass sie dafür zu uns auf dem Tierhof kam!).
Leider hat das letztendlich alles nichts
genutzt: Rüdi hatte immer größere Schmerzen,
konnte oftmals nicht mehr aufstehen und
magerte in der letzten Woche seines Lebens
zusehends ab. So schlimm die Entscheidung
für uns war, so mussten wir Rüdi doch ziehen
lassen. Nun - auf der anderen Seite der
Regenbogenbrücke - ist er endlich
schmerzfrei und kann unbeschwert über die
saftigsten Wiesen galoppieren.
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Unsere
ehemaligen Kochtopf-Enten
Geboren unbekannt - gestorben im April 2010
Auf dem Tierhof seit Oktober 2009 bzw.
Januar 2010
Vier Enten lebten seit Oktober 2009 fest
auf dem Tierhof. Eine Tierfreundin hatte die
für den Kochtopf bestimmten Tiere
freigekauft und zu uns gebracht.
Offensichtlich gefiel es ihnen bei uns, denn
sie machten keine Anstalten wegzufliegen.
Die fünfte Ente - eine weiße Schönheit -
wurde im Januar 2010 verletzt zu uns
gebracht. Sie und ihre fünf Artgenossen
wurden in ihrem damaligen Zuhause von einem
Fuchs angegriffen. Sie hat als einzige
überlebt, aber ihr Besitzer wollte sie nun
nicht mehr haben.
Nun ist das Unfassbare auch bei uns wahr
geworden: ein Fuchs hat irgendwo in dem
weitläufigen Gelände ein Loch im Zaun
gefunden, ist herein gekommen und hat alle
Enten getötet! |
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Unsere
Mastgans Angelika und die Graugans Eva
Geboren 2005 - gestorben im April 2010
Auf dem Tierhof seit Mai 2005 bzw. Januar
2009
Angelika haben wir von einer
Tierschutzgruppe in Karlsruhe übernommen.
Eigentlich hätte sie nur ein kurzes, dafür
aber qualvolles Leben haben sollen, denn sie
war eine Mastgans. Sie war mit einigen
anderen Gänsen wohl versehentlich vom
Lastwagen gefallen und beim Tierschutz
gelandet.
Im Januar 2009 kam die Graugans Eva zu uns.
Nun ist das Unfassbare auch bei uns wahr
geworden: ein Fuchs hat irgendwo in dem
weitläufigen Gelände ein Loch im Zaun
gefunden, ist herein gekommen und hat die
beiden Gänse getötet! |
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Unsere
krebskranke Taika
Geboren ca. 2001 - gestorben im März 2010
Auf dem Tierhof seit August 2007
In der Pflegestelle seit August 2007
Die kleine Taika hatte in ihrem Leben
wohl sehr viel Schlimmes erlebt. Dies zeigte
sich in für sie stressigen Situationen oder
wenn sie sich überfordert fühlte. Dann fing
sie an, sich im Kreis zu drehen und in ihren
Schwanz zu beißen. Das hat sich im Laufe von
zwei Jahren praktisch gelegt. Nach und nach
wurden bei Taika jedoch immer mehr
gesundheitliche Probleme festgestellt.
Direkt als sie bei uns ankam, stellten wir
Tumore am Gesäuge fest, die sofort operativ
entfernt wurden. Ca. drei Monate später
wurde ein leicht vergrößertes Herz
festgestellt. Fortan bekam sie täglich eine
Herztablette. Trotz entlastetem Herz wollte
Taika nicht mehr laufen und lahmte zunehmend
auf dem linken Vorderbein. Eine
Computertomografie brachte dann das
Ausmaß ihrer Gesundheitsprobleme zum
Vorschein: im Halswirbelbereich hatte sie
eine Bandscheiben-Vorwölbung und an einem
Halswirbel war auf der linken Seite eine
schwere Arthrose ausgebildet, die bereits
den Nervenkanal um die Hälfte verengt hatte.
So hatten die Nervenstränge, die vom
Rückenmark durch diesen Kanal laufen, sehr
wenig Platz und rieben oft, was sehr
schmerzhaft ist und sich dann und wann auch
entzündete. So bekam Taika alles erdenklich
Mögliche, um die Arthrose aufzuhalten, die
Nerven zu stärken und bei Bedarf die
Schmerzen zu lindern. Als wäre das nicht
genug, wurde im August 2009 bei einer
Kernspintomografie eine Cyste im Rückenmark
festgestellt. Das alles wurde erfolgreich
mit Medikamenten behandelt. Taika war eine
richtige Kämpferin - sie wollte leben! Aber
sie hatte wohl das Pech gepachtet: Im
September 2009 wurde festgestellt, dass sie
Nasenkrebs hat. Fünf Monate haben wir
zusammen mit allen Mitteln gekämpft - und
doch verloren. Letztendlich musste sich die
liebe Maus dem Krebs geschlagen geben.
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Unsere
schwer nierenkranke Isotta
Geboren 1998 - gestorben im Februar 2010
Auf dem Tierhof seit November 2009
In der Pflegestelle seit Februar 2010
Isotta wurde zusammen mit ihrem Sohn bei
uns abgegeben. Ihr Frauchen ist verstorben
und die Erben konnten die beiden nicht
gebrauchen.
Isotta war schon sehr dünn, als wir sie
übernahmen und trotz Extraportionen verlor
sie immer mehr an Gewicht.
Im Januar 2010 wurde festgestellt, dass
Isotta schwer nierenkrank war. So zog sie in
eine Pflegestelle, damit sie nicht
zusätzlich noch durch den Tierheimstress
belastet wurde. Leider hat alles
nichts geholfen. Trotz
intensiver Betreuung wurde Isotta täglich
schwächer und wir mussten sie letztendlich gehen lassen.
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Unser
Sonnenschein Dina
Geboren 2000 - gestorben im Februar 2010
Bei Rita Brand seit November 2002
Auf dem Tierhof seit Mai 2003
Dina war unser Sonnenschein von einem
befreundeten Tierschutzverein in Portugal.
Die Mischlinshündin war immer fröhlich,
aufgeschlossen und gut gelaunt - ein
wirklich sonniges Gemüt hatte unsere Süße!
Sie verstand sich mit Hund, Katze, Mensch
und Maus. Seit Oktober 2006 hatte Dina sogar
einen Job: sie leistete bei der benachbarten
Tagesstätte für behinderte Menschen mehrmals
die Woche wertvolle Dienste als
Therapiehund!
Dina war rundherum ein Traumhund - trotzdem
hatte ihre Vermittlung jahrelang nicht
geklappt, denn sie hatte ein klitzekleines
Problem: Dina hatte eine komplett andere
Auffassung von Erziehung als die Menschen.
Niemand schafft es z. B. sie stubenrein zu
bekommen. Auf dem Tierhof war das kein
Problem, weil sie ja rein und raus konnte,
wie es ihr passte. Dina brauchte das Rudel
und war nur pflegeleicht, wenn sie in
Gesellschaft vieler Artgenossen war. Als
Dina etwa acht Jahre alt war, fing sie an,
unter Arthrose zu leiden und hatte manche
Tage richtig Mühe aufzustehen. Um ihr ein
wenig Linderung zu verschaffen, bekam sie
täglich eine entzündungshemmende
Schmerztablette. Anfang Februar 2010 machten
uns Sorgen um Dina, weil sie schon seit
einiger Zeit nicht mehr so fröhlich war wie
gewohnt. Bei einer Blutuntersuchung stellte
der Tierarzt fest, dass Dina ein massives
Nierenproblem hatte - eventuell ein Tribut
an die täglichen Schmerztabletten, die ihr
die Arthrose erträglich machten. Dinas
Kräfte schwanden immer mehr und sie wollte
einfach nicht mehr fressen. Letztendlich
verlor sie den Kampf und wir mussten sie
gehen lassen.
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Unser
Schmusehäsin Luna
Geboren unbekannt - gestorben im Februar
2010
Auf dem Tierhof seit September 2008
Luna hatte ein gesundheitliches Problem.
Sie trank am Tag mindestens einen Liter
Wasser und kein Tierarzt konnte uns sagen
warum. Ansonsten war sie munter und fidel
und freute sich über jeden Besuch, der sie
knuddelte. Aber durch ihr "Trinkproblem" war
sie nicht besonders begehrt bei den Leuten -
dafür um so mehr zum Streicheln und
Knuddeln. Am Morgen des 2. Februar 2010 lag
Luna tot in ihrem Gehege. Wir sind sehr
traurig und hoffen, dass sie gut über die
Regenbogenbrücke gekommen ist.
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Unser
Scheidungsopfer Anina
Geboren 2002 - gestorben im Januar
2010
In der Pflegestelle seit Oktober 2006
Anina und Aladin kamen zu uns, nachdem sich
ihre Menschen haben scheiden lassen.
Gerade mal zwei Wochen, nachdem Aladin über
die Regenbogenbrücke ging, stellte sich
heraus, dass auch Anina sehr krank war. Was
aussah wie eine Gebärmutterentzündung,
entpuppte sich auf dem Röntgenbild als Tumor
und auch in der Lunge waren mehrere Tumore,
so dass eine Operation zu risikoreich wurde.
Letztendlich folgte sie ihrem geliebten
Aladin.
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Unser
Edward mit den Scherenhänden
Geboren 2001 - gestorben im Dezember 2009
Auf dem Tierhof seit Juli 2007
In der Pflegestelle seit August 2007
Der kleine „Sir Edward“ – wurde benannt nach dem
Film "Edward mit den Scherenhänden".
Als er bei uns abgegeben wurde, hatte er vier cm lange Krallen und
stand drei cm hoch im eigenen Kot (der allerdings
schon gut auf dem Käfigboden verbacken war).
Auf dem Tierhof wurde er im
eigenen Dreck abgeben, weil er angeblich
bissig war. Nach sieben Jahren in einem
dermaßen vernachlässigten Zustand und
dreckigen Käfig hätte wohl jeder um sich
gebissen, um den Menschen zu zeigen, wie
schlecht sie einen behandeln…
Er kam nach sofortiger Erstversorgung dann
in unsere Pflegestelle, wechselte den Namen
in „Mockelchen“ und damit änderte sich
sein Leben komplett: im 24-Stunden-Freilauf
mit Damengesellschaft durfte er nun
tun und lassen, was er wollte. Gebissen hat
er bei uns nie, nicht mal geknurrt oder
ähnliches. Wahrscheinlich war er einfach nur - wie so oft bei den Kleintieren -
seinen Besitzern lästig.
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Unser Zirkuspferd Filou
Geboren 1991 - gestorben im Dezember 2009
Auf dem Tierhof seit Februar 2005
Filou war ein waschechtes Schwarzwälder
Kaltblut. Der wunderschöne Wallach mit einem
Gewicht von ungefähr 1.000 kg kam im Alter
von fünf Jahren zum Zirkus. Dort verbrachte
er 9 Jahre als Voltigierpferd in der Manege.
Eine ziemlich harte Zeit für ihn, wenn man
die zahllosen Narben und Schrammen auf
seinem Rücken und am Körper für sich
sprechen ließ.
Als Filou 13 Jahre alt war, begann jedoch
erst seine eigentliche Leidenszeit. Denn
Filou wurde krank - es bestand Verdacht auf
Hufrehe. Das ist eine schmerzhafte
Entzündung im Inneren der Hufe. Durch die
Entzündung wird die Verbindung zwischen dem
Hufbein und dem äußeren Hufschuh massiv
belastet. Die entzündliche Schwellung im
Inneren des Hufes kann sich wegen der festen
Begrenzung durch den Huf nicht ausdehnen. Es
werden dem Pferd auf einmal "die Schuhe zu
eng". Jeder Mensch, dessen Füße schon selbst
mal in so einer Situation waren, kann sich
vorstellen, was für schlimme Schmerzen das
sind. Und Filou konnte seine Hufe nicht
einfach ausziehen, um sich Linderung zu
verschaffen.
Kurz und gut: Mit diesen Schmerzen mag kein
Pferd mehr freiwillig laufen - und schon gar
nicht in der Manege. Trotzdem hatte Filou
Glück im Unglück, denn der Zirkusdirektor
war bereit, ihn abzugeben.
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Unser
Scheidungsopfer Aladin
Geboren 2002 - gestorben im Dezember
2009
In der Pflegestelle seit Oktober 2006
Aladin
und Anina kamen zu uns, nachdem sich ihre
Menschen haben scheiden lassen.
Bei
Aladin stellte sich bald heraus, dass er
Diabetiker war und besonderer Pflege
bedurfte. Er war noch fast drei Jahre bei
uns, bevor er über die
Regenbogenbrücke ging.
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Unsere
verwahrloste Mandy Geboren
1993 - gestorben im Juni 2009
Auf dem Tierhof seit März 2009
In der Pflegestelle seit April 2009
Mandy wurde von einer Tierfreundin in
einem katastrophalen Zustand aus einer
Wohnung geholt. Dort vegetierte sie schon
seit mehr als sechs Jahren in der Küche, die
sie wohl auch nie verlassen durfte. Alle
ihre Geschäfte musste sie in der Küche
erledigen und lag dort in einem völlig
verdreckten Körbchen. Die Zwergpudeldame
konnte kaum mehr laufen, denn sämtliche
Sehnen in Beinen und Füßen waren bereits
total verkürzt. Ihr Fell - das bisschen was
noch übrig war - und ihre Ohren waren
übersät von Milben und deren Ausscheidungen.
Die Beine waren entzündet vom Laufen und
Liegen in den eigenen Exkrementen. Die arme
Hündin war nur noch Haut und Knochen, und
sie war blind.
Aber Mandy hatte einen so starken
Lebenswillen! Sie wollte dort raus und
endlich ein behütetes Leben in Liebe, mit
Fürsorge und Streicheleinheiten genießen
dürfen. Ohne Schmerzen und ohne Hunger. Und
das hat sie auch getan. Sie blühte täglich
ein bisschen mehr auf, liebte den Duft von
Gras und die wärmenden Strahlen der Sonne.
Sie saugte jede Streicheleinheit in sich auf
und war einfach nur glücklich.
Leider waren Mandy nur noch 15 schöne
Wochen bei uns vergönnt, dann ging sie über
die Regenbogenbrücke.
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Unser
Handicap-Hase Funny
Geboren unbekannt - gestorben im März
2009
Auf dem Tierhof seit Oktober 2006
Funny wurde zum
Schlachten gezüchtet, aber nachdem der "Hobby"-Züchter
mit der Zeit ca. 90 (!) Tiere zu versorgen
hatte, wurde es ihm doch zuviel. Acht Damen
von dieser Vermehrungsanstalt kamen zu uns
und warteten auf ein schönes Zuhause. Sechs
davon sind auch früher oder später wieder
ausgezogen. Übrig blieben die zwei
Sorgenkinder Funny und Wendy.
Funny überstand eine schwere Krankheit, aber
zurückgeblieben war ein regelmäßig eiterndes
Auge, das dann entsprechend behandelt werden
musste. Das Auge sah nicht mehr sehr
ansprechend aus und das war wohl auch der
Grund, weshalb sich für Funny nie jemand
ernsthaft interessierte. |
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Unsere
ausrangierte Venus
Geboren 1985 - gestorben im Februar 2009
Auf dem Tierhof seit Oktober 2008
Venus war ein
ehemaliges Reitstall-Pferd, das ausrangiert
wurde und zum Schlachter sollte. Ein
befreundeter Tierschutzverein hat Venus zu
sich genommen und letztendlich haben wir sie
übernommen.
Venus hat sich bei uns sehr wohl gefühlt,
die Gesellschaft der anderen Pferde und das
Grasen auf der Koppel sehr genossen. Um so
entsetzter waren wir, als sie eines Tages
voller Übermut aus ihrem Stall zur Koppel
lief und von einer Sekunde zur anderen tot
umfiel. Völlig unerwartet hat ihr Herz
einfach aufgehört zu schlagen. |
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Unser
scheues Pünktchen
Geboren ca. 2002 - gestorben im Dezember
2008
Auf dem Tierhof seit November 2004
Pünktchen war zusammen
mit ihren zwei Kindern einem Mann
zugelaufen, der sie jedoch nicht behalten
konnte. Die Tigerin mit dem lustigen roten
Fleck zwischen den Ohren war von Anfang an
sehr scheu gegenüber Menschen. Leider hatte
sie das mit Ausnahme einiger weniger
Auserwählter nicht abgelegt. Und das war
eben nicht gerade die "Traumkatze", die sich
angehende Dosenöffner wünschen und
aussuchen. Deshalb hatten wir uns
entschlossen, Pünktchen für immer einen
Gnadenbrotplatz zu geben. Hier hatte sie ihre
Schmuseeinheiten, die sie auch genoss und
die restlichen Zweibeiner konnten von ihr aus
bleiben, wo sie hingehören :-) |
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Unsere
eigenwillige
Pinsel
Geboren Mai 2004 - gestorben im Dezember
2008
Auf dem Tierhof seit Mai 2004
Pinsel (im Bild rechts)
war kohlschwarz, mit Ausnahme eines kleinen
weißen Punktes auf der Brust und ein paar
weißen Haaren am Schwanzende. Pinsel war
seit Geburt bei uns, denn sie wurde zusammen
mit ihren vier Geschwistern von der
Mutterkatze selbst auf den Tierhof gebracht.
Sie wollte die Neugeborenen im Keller
verstecken.
Seitdem war Pinsel bei uns und konnte sich
fortan nicht entscheiden, ob sie lieber
Hauskatze oder lieber Wildkatze sein wollte.
Außer von Rita und ihrer Pflegerin ließ sie
sich von niemandem anfassen und versteckte
sich auch sofort, sobald jemand das Zimmer
betrat. Nur nach draußen und wirklich als Wildling leben - das wollte sie nicht. Also
ist Pinsel in unser Katzengehege umgezogen.
Und dann kam nach fast zwei Jahren Pinsels
große Stunde: eine Tierfreundin war bereit,
ihr ein eigenes Zuhause zu geben. Nur wollte
Pinsel nicht. Wochenlang ließ sie sich nicht
einfangen, versteckte sich an den
unmöglichsten Plätzen, war nicht mit Futter
zu locken und ging in keine Katzenfalle.
Irgendwann hat es die Tierfreundin
aufgegeben und wir auch. So verbrachte
Pinsel selbst gewählt ihr Leben auf dem
Tierhof. |
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Unsere
misshandelte
Melodie
Geboren 2000 - gestorben im November 2008
Auf dem Tierhof seit März 2005
Es fällt schwer, noch
an das Gute im Menschen zu Glauben, wenn man
Melodies Geschichte kennt. Die
Pointer-Mischlingshündin, die in ihrem Leben
niemals etwas Böses getan hat, wurde Zeit
ihres Lebens von ihrem Menschen draußen an
einer Schnur angekettet - ohne Schutz vor
Sonne, Regen, Hitze oder Kälte. Selbst als
das Thermometer nächtliche -14 Grad
anzeigte, hatte sie nicht einmal eine Hütte
oder eine Decke zum Wärmen.
Aber nicht genug. Melodie wurde zeitlebens
misshandelt. Abgesehen von ihrem kupierten
Schwanz hatte ihr Besitzer Gefallen daran
gefunden, ihr den Kiefer zu zertrümmern und
ein Auge auszuschlagen. Und trotzdem war
Melodie ein ganz lieber Hund geblieben!
Selbst unser Tierarzt war absolut
begeistert von ihrem freundlichen Wesen.
In der Zeit, die sie bei uns war, hat sie
sich von einem aus Angst bestehenden Hund zu
einer selbstbewussten Dame entwickelt.
Melodies Aussehen
war nicht mehr das des
Schönheits-Standards: Ein Auge fehlte ganz,
die Wunde war aber gut verheilt. Der Kiefer
war bleibend deformiert und regelmäßig
vereitert. Deshalb musste sie auch immer
wieder Antibiotika bekommen. Trockenfutter
zu fressen bereitete ihr Schmerzen, darum
bekam sie hochwertiges Nassfutter, z.B. Rinti Sensible, womit sie schneller fertig
war und trotzdem alles Notwendige erhielt.
Melodie hatte
sich so sehr an das Leben auf dem Tierhof
und vor allem an die ständige tierische und
menschliche Gesellschaft gewöhnt, dass sie
sich verweigert hat, als liebe Menschen sie
adoptieren wollten. So durfte Molodie für den Rest ihres
Lebens bei uns bleiben und ihre Freiheit
innerhalb des Tierhofgeländes genießen. |
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Unser
weggesperrter Charmin
Geboren ca. 1997 - gestorben im Juni 2008
Auf dem Tierhof seit September 2007
Der kleine Charmin hat
sein ganzes Leben in einem winzigen
Verschlag verbringen müssen. Anfangs war er
einfach nur glücklich, dass er Licht, Luft
und Platz hatte. Dann wurde er ein
wenig eigensinnig und biss ab und
zu den Helfern, die ihn versorgen, in den
Schuh.
Charmin hatte ein schwaches Herz, für das er
täglich eine Tablette benötigte. Sein Herz
war es auch, das in letzten Endes im Stich
gelassen hatte. |
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Unser
Kettenhund Mamele Geboren
März 1996 - gestorben im Juni 2008
Auf dem Tierhof seit März 2008
Die ca. 20 cm hohe
Mamele musste - so klein wie sie war - 12
Jahre (!) lang an der Kette leben. Als sie
zu uns kam, konnte
sie es gar nicht fassen, dass es immer
weiter geht, wenn man einmal losläuft und
genau das tat sie dann auch: Mamele war immer in
Bewegung! Ihr linkes Vorderbein war schon
einmal gebrochen und ist wohl unbehandelt
wieder zusammen gewachsen. Am rechten
Hinterbein hatte sie eine wahrscheinlich
altersbedingte Behinderung. Es könnte auch
sein, dass aufgrund der einseitigen
Belastung durch die Kette die Muskulatur
verkümmert war. Dadurch schwankte sie beim
Laufen etwas hin und her, was sie jedoch
nicht im geringsten störte - sie lief und
lief und war einfach nur glücklich und
froh, endlich frei zu sein!
Mamele musste trotz ihres fortgeschrittenen
Alters noch operiert werden und wurde bei
dieser Gelegenheit auch gleich kastriert.
Sie bekam täglich eine Schmerztablette, um
ihre alten Knochen etwas zu entlasten.
Leider blieben Mamele nur noch drei Monate
ihrer neu gewonnen Freiheit, dann machte sie
sich auf, um über die Regenbogenbrücke zu
marschieren. |
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Unser
Hundeopa Odin
Geboren 1995 - gestorben im Mai 2008
Auf dem Tierhof seit Juni 2005
Odin war ein
Pekinesen-Mischling. Der kleine Charmeur war
sehr verschmust, konnte aber - wie Pekinesen
halt so sind - auch ganz schön zickig
werden, wenn ihm etwas nicht passte. Im
Großen und Ganzen verstand er sich mit den
anderen, nur manchmal wurde er
größenwahnsinnig und knurrte die größten
Hunde an.
Odin hat im Zwinger sehr gelitten, lag nur
noch traurig in einer Ecke und stand nicht
einmal mehr auf, wenn jemand zu ihm an das
Gitter kam. Er hat angefangen, sich
aufzugeben. Dies konnten wir Gott sei Dank
verhindern - Odin wurde ein Gnadenbrothund
und konnte sich den ganzen Tag
frei auf dem Hof bewegen. Innerhalb
kürzester Zeit wurde er auch wieder ein recht agiles Kerlchen. Die
Futterküche war der Ort seiner Wahl, dort
hatte er sein Körbchen und dort lag er
manchmal stundenlang und lauerte, dass ein
anderer Hund vorbeikam, vor dem er dann
seinen letzten Krümel Trockenfutter
verteidigen konnte. DAS war seine liebste
Aufgabe! |
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Unser
übrig gebliebener Tutzi
Geboren Januar 1990 - gestorben im März 2008
In der Pflegestelle seit Juni 2003
Tutzis ehemaliger
Besitzer ist umgezogen und durfte in der
neuen Wohnung keine Katze halten. So musste
sich der Kater auf seine alten Tage - damals
war er bereits 13 Jahre - noch einmal auf
eine völlig neue Situation einstellen.
Tutzi war unglaublich anhänglich und
verschmust und lag am liebsten in seiner
Hängematte oder draußen in der Sonne. Er war ein ganz unkomplizierter
Kater, aber aufgrund seines Alters hatte er
ein kleines Pinkel-Problem. Er konnte das
Wasser nicht mehr so lange halten wie ein
Jungspund, aber durch entsprechende
Behandlung bekam es die Pflegemama gut in den
Griff.
Tutzis Alter machte sich später auch bei
seinen Gelenken bemerkbar: Der Gute litt
an Arthrose. Doch mit Spezialbehandlung und
Spezialfutter kam er recht
gut damit klar. Sein Lieblingsplatz war inzwischen
das Sofa.
Tutzi war es vergönnt, in der Pflegestelle
noch fünf schöne Jahre zu verbringen, bevor
er sich entschloss, über die
Regenbogenbrücke zu gehen. |
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Unser
Todeskandidat Joschi
Geboren 1997 - gestorben im Februar 2008
Auf dem Tierhof seit Mai 2007
Joschi war ein
reinrassiger Schäferhund mit den allerbesten
Papieren. Er lebte zehn Jahre zusammen mit
zwei weiteren Schäferhunden auf einem 30.000
qm (!) großen Grundstück, das er vor
Einbrechern und anderen nicht erwünschten
Personen schützte. Seine zwei
Hunde-Arbeitskollegen wurden kurz
hintereinander wegen Krankheit
eingeschläfert. Vielleicht entwickelte Joschi deshalb eine Angst gegen sein
Herrchen - wir wissen es nicht. Diese Angst
jedenfalls war der Grund für seine Menschen,
Joschi zum Tierarzt zu bringen und ihm die
Todesspritze verpassen zu lassen. Außerdem
hatte man sich bereits wieder drei junge
Schäferhunde zugelegt, die die Arbeit
übernehmen sollten und da schien für den
alten Joschi kein Platz mehr auf dem
riesigen Grundstück zu sein. Der umsichtige
Tierarzt wollte Joschi aber nicht
einschläfern, denn außer seiner
altersbedingten Arthrose war Joschi
überhaupt nicht krank! Statt dessen rief er
bei uns an und fragte, ob wir den armen Kerl
aufnehmen würden. Uns war sofort klar, dass
ein zehnjähriger Schäferhund mit Arthrose in
den Knochen ungefähr Null Prozent
Vermittlungs-Chancen hatte. Die Alternative
jedoch ließ uns nicht lange zögern.
Joschi zog im hinteren Teil des Tierhofes
ein. Dort bewegte er sich frei in dem ca.
10.000 qm großen Gnadenbrot-Bereich und
hatte nicht die geringsten Probleme mit den
andern Klein- und Nutztieren - bis er neue
Schmerztabletten bekam, die ihm wirklich
halfen! Danach wurde er putzmunter und
entsprechend unberechenbar gegenüber den
anderen (Klein-)Tieren im
Gnadenbrot-Bereich. Menschen gegenüber blieb
er ein ganz lieber und umgänglicher alter
Herr, der sich über jede noch so kleine
Streicheleinheit freute. |
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Unsere
ungewollte
Schmusi
Geboren ca. 1992 - gestorben im September
2007
In der Pflegestelle seit Mai 2006
Schmusi kam bereits
Ende 2005 zu uns, weil ihr Frauchen in die
Klinik musste und in Herrchens Leben
plötzlich kein Platz mehr für die liebevolle
Samtpfote war. Nach 10 (!) Monaten im
Tierheim wurde sie zu unserer Freude
vermittelt.
Um so schockierter waren wir, dass Schmusi
nach fünf Monaten im neuen Zuhause wieder
bei uns war. Als sie krank wurde und daher
ab und zu den Weg auf das Katzenklo nicht
mehr schaffte, entsprach sie nicht mehr den
Erwartungen und wurde kurzerhand wieder
abgegeben.
Schmusi wurde liebevoll aufgepäppelt, hatte
gut zugenommen und war wieder eine
ausgeglichene Katze. Das Thema „Katzenklo“
hatte sich auch so gut wie erledigt. Sie
wurde wieder sehr verschmust und anhänglich,
vertrug sich mit allen und wurde täglich
munterer. Ihre anfängliche Depression hatte
sie auch überstanden. So waren Schmusi noch
16 schöne Monate in Liebe und Zuwendung
vergönnt.
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Unser
abgeschobener Moses Geboren
1995 - gestorben im August 2007
Auf dem Tierhof seit Juni 2007
Der cremefarbene
Zwergpudel hatte sein ganzes Leben bei seinem
Herrchen verbracht. Dann hatte Herrchen keine
Zeit mehr für den Zwerg und versuchte
deshalb, ein neues Zuhause für ihn zu
finden. Mit dem Ergebnis, dass Moses in den
letzten zehn Wochen, bevor er zu uns kam,
viermal den Besitzer wechselte. Der
Senior brauchte täglich eine Herz- und eine
Entwässerungstablette. Aber wahrscheinlich
war das Hin und Her der vergangen Monate zu
viel für seine verletzte Seele. So wissen
wir letztendlich nicht, ob er an einem
schwachen oder einem gebrochenen Herzen
gestorben ist. |
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Unser
Handicap-Hase Wendy
Geboren unbekannt - gestorben im
August 2007
Auf dem Tierhof seit Oktober 2006
Wendy wurde zum
Schlachten gezüchtet, aber nachdem der "Hobby"-Züchter
mit der Zeit ca. 90 (!) Tiere zu versorgen
hatte, wurde es ihm doch zuviel. Acht Damen
von dieser Vermehrungsanstalt kamen zu uns
und warteten auf ein schönes Zuhause. Sechs
davon sind auch früher oder später wieder
ausgezogen. Übrig blieben die zwei
Sorgenkinder Funny und Wendy.
Wendy hatte ein Problem
mit ihren Zähnen. Eine
Zahnfehlstellung erforderte es, dass
ihre Vorderzähne wöchentlich geschnitten
werden mussten, damit sie ungehindert Nahrung
aufnehmen konnte. Dazu muss man nicht extra
zum Tierarzt, sondern man kann das leicht
selbst lernen und machen. Aber jedem, der
sich für Wendy interessierte, war das zu viel. |
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Unsere
fast blinde
Fenja
Geboren ca. 1987 - gestorben im August 2007
In der Pflegestelle seit November 2006
Fenja wurde in einem
jämmerlichen Zustand in Sinzheim
aufgefunden. Sie war nur noch Haut und
Knochen und ihre Augen dermaßen entzündet,
dass sich die Bindehaut des Unterliedes in
einem gewaltigen Wulst nach außen wölbte.
Langsam und mit dreimal täglichem
Augensalben wurde die Entzündung besser und
die Schwellung ging zurück, wenn auch die
Augenränder etwas wulstig blieben.
Wahrscheinlich hatte die Entzündung auch ein
Auge erblinden lassen.
Ans Fressen mussten wir sie erst langsam
wieder gewöhnen, um dem geschundenen
Organismus nicht zu viel auf einmal
zuzumuten. Doch schon bald hatte sie ein
normales Katzengewicht und ein glänzendes
Fell. Sie wurde richtig lebhaft und
sauste sicher und schnell durch das ganze
Haus.
Ganz überraschend für uns alle ging Fenja im
Schlaf von uns. Sie war an einem schönen
Sommerabend noch mit draußen auf der
Terrasse und wollte absolut nicht wieder
herein! Am nächsten Morgen lag sie friedlich
entschlafen in ihrem Körbchen. |
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Unser
Staupe-Opfer Bobby Geboren
Juli 2001 - gestorben im Juni 2007
Auf dem Tierhof seit November 2004
Der dreifarbige Bobby
war als Welpe an Staupe
erkrankt, die er jedoch überstanden hat.
Leider war von der Krankheit trotzdem eines
zurückgeblieben: Bobby "wackelte" ähnlich wie
ein Parkinson-Patient. Dies beeinträchtigte
ihn jedoch in keiner Weise, er hatte keine
Schmerzen und war einfach nur ein fröhlicher
Kerl. Nur für die Menschen war es etwas
seltsam anzusehen.
Bobby wollte überall mit dabei sein, spielte
und tobte mit anderen Hunden, liebte
Spaziergänge und vertrug sich mit allem und
jedem. Der liebenswerte Rüde gierte geradezu
nach Streicheleinheiten. Nur wenn es ums
Fressen geht, da verstand Bobby keinen
Spaß - hier bedurfte es Hundeerfahrung, um dem kleinen Mann zu
zeigen, wer den Hut auf hat.
Letztendlich holte ihn seine Kinderkrankheit
doch noch ein. Die Spätfolgen der Staupe
zerstörten Teile seines Gehirns. Schweren
Herzens mussten wie ihn gerade mal
sechsjährig über die Regenbogenbrücke
schicken. |
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Unser
Fundhund Monty
Geboren ca. 1992 - gestorben im März 2007
Auf dem Tierhof seit August 2005
Der kniehohe Monty war
ein Fundhund, auch wenn er nicht wirklich
gefunden wurde. Er spaierte in einem ganz
erbärmlichen Zustand unserem Tierarzt in die
Praxis. Wahrscheinlich ahnte er,
dass ihm dort geholfen wird.
Monty hatte ein schlimmes Hautproblem,
hervorgerufen durch einen unglaublichen
Parasitenbefall. Er muss ganz schrecklich
gelitten haben, denn er wurde fast
aufgefressen von all den Flöhen und Milben.
Das alles wurde erfolgreich behandelt. Seine
Haut erholte sich und sein Fell wuchs wieder
schön nach.
Der Tierarzt schätzte Monty zwischen 10 und
13 Jahren. Trotzdem war er fit und ein richtig
aufgewecktes Kerlchen. Am liebsten ging er
spazieren. Er liebte Menschen, hatte ein
offenes und freundliches Wesen und mochte
sehr gerne
geschmust werden.
Monty waren noch über 1-1/2 schöne Jahre bei
uns vergönnt, bevor er an Altersschwäche
starb. |
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Unsere
Todeskandidatin Eva Geboren
ca. 1991 - gestorben im Dezember 2006
In der Pflegestelle seit August 2006
Eva wurde von ihren Menschen zum Tierarzt
gebracht, damit er sie einschläfert - weil
sie alt und blind war! Gott sei Dank war der
Tierarzt umsichtig genug, sich das Tier
überschreiben zu lassen und so kam Eva zu
uns. Die alte Dame fand sich sehr schnell in
der Pflegestelle zurecht und genoss ihre
Zeit dort in vollen Zügen. Sie verstand sich
prächtig mit allen Katzen und vor allem mit
den anderen Senioren. Leider war Eva keine
allzu lange Zeit mehr vergönnt. Sie erlitt
einen Kreislaufkollaps und wachte nicht mehr
auf. |
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Unsere
Gebährmaschine Zoe Geboren
September 1999 - gestorben im August 2006
Auf dem Tierhof seit April 2006
Zoé wurde aus einer
katastrophalen Haltung befreit. Als die
Tierschützer auf das Gelände der ehemaligen
Besitzerin kamen, bot sich ihnen ein Bild
des Grauens: tote Ziegen lagen herum und
dazwischen vegetierten viele bis auf die
Knochen abgemagerte Hunde, Katzen und
Pferde. Der Besitzerin wurde per
Gerichtsbeschluss ein lebenslanges
Tierhaltungsverbot auferlegt.
Obwohl Zoé zeitlebens als Gebährmaschine
missbraucht wurde, blieb sie eine ganz liebe
und aufgeschlossene Hündin, die sich mit allem und jedem
vertrug.
Mit Zoé meinte es das Schicksal nicht
gut. Gerade war für sie eine
bessere Zeit angebrochen mit der Chance auf
ein liebevolles Zuhause - dann hat sie ihre
Gesundheit im Stich gelassen. Zuerst erlitt sie
beim ausgelassenen Spiel eine Magendrehung. Das wurde Gott sei Dank sofort
erkannt und sie wurde durch eine
Notoperation gerettet. Dabei wurde
festgestellt, dass ihre Milz nicht mehr in
Ordnung war und ebenfalls entfernt werden
müsste. Beide Eingriffe gleichzeitig wären
aber zu viel für ihren Organismus gewesen.
Deshalb sollte die OP nach ein paar Wochen
Erholung erfolgen. Doch dann erlitt die arme
Maus einen Schlaganfall. Wir machten ihr
alles noch so angenehm wie möglich, doch
letztendlich hat es die "Große" doch nicht
geschafft. |
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Unsere
unnahbare Medi
Geboren 1998 - gestorben im Juli 2006
Bei Rita Brand seit März 1999
Auf dem Tierhof seit Mai 2003
Medis Geschichte ist wirklich unglaublich.
Sie lebte mit ihrem Bruder zusammen im
Elsass. Als ihre Menschen wegzogen, ließen
sie Medi samt Bruder einfach auf dem
Grundstück zurück, wo die beiden über Monate
hinweg ihrem Schicksal überlassen waren. Sie
schlugen sich durch, indem sie sich von Müll
ernährten oder bei Nachbarn durch offen
stehende Fenster ”einbrachen” und Essen
stahlen.
Wie gesagt: nach Monaten wurde dann endlich
der Tierschutz gerufen. Leider war es schon
viel zu spät, denn die Hunde waren
mittlerweile so verwildert, dass sie nur
noch mittels Schlafmittel vom Gelände geholt
und zum Tierheim Hagenau gebracht werden
konnten.
Der Rüde hatte keine Chance mehr - er war so
aggressiv gegenüber Menschen geworden, dass
er eingeschläfert werden musste. Und Medi
war so scheu geworden, dass sie sich von
niemandem anfassen ließ - eine Adoption war
damit mehr oder weniger ausgeschlossen.
Dabei war sie damals erst schätzungsweise
ein Jahr alt und von Menschen hatte sie
bisher nur Schlechtes erfahren. Deshalb
fanden wir es mehr als gerecht, dass Medi
eine Chance verdiente!
Fünf Jahre lang ließ sie sich nicht von Fremden anfassen,
ließ sich nicht anleinen, man konnte nicht
mit ihr spazieren gehen, man konnte nicht
mit ihr spielen und man konnte nicht mit ihr
schmusen. Nur zu Rita hatte sie absolutes
Vertrauen und ließ sich streicheln.
Seit 2004 war das Eis gebrochen. Der Umzug auf den Buchtunger Tierhof
hat unserer Medi sichtlich gut getan.
Anfangs war sie immer noch die unnahbare
Medi, doch dann begann sie sich zu
verwandeln. Die Möglichkeit, frei auf dem
riesigen Gelände herumzuspazieren und die
freie Entscheidung zu haben, ob sie sich
blicken ließ - oder auch nicht - hat unserer
Kleinen Selbstvertrauen gegeben.
Plötzlich war sie fast immer und überall
mit dabei, begrüßte Helfer und Gäste
gleichermaßen neugierig und ließ sich von
(fast) jedem streicheln. Man konnte wirklich
glauben, dass sie alle Streicheleinheiten,
die sie in all den Jahren versäumt hatte, nun
nachholen wollte!
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Unsere
blinde
Utterle Geboren ca. 1990 - gestorben im Mai 2006
In der Pflegestelle seit März 2006
Utterle wurde zu uns
gebracht, nachdem sie orientierungslos in
einer Fabrikhalle herumlief. Es stellte sich
heraus, dass die Kätzin aufgrund einer
beginnenden Hornhautablösung seit kurzer
Zeit blind war. Ursache war ein massiver
Bluthochdruck. Die Blutung an den Augen
konnte mit Medikamenten gestillt werden und
es bestand eine vage Hoffnung, dass die
zarte Kätzin nach der Therapie wieder sehen
kann.
Leider war dies nicht Schicksal genug. Utterle hatte außerdem ein chronisches
Nierenleiden. Deshalb musste sie zusätzlich zu
der Blutdrucktablette auch täglich eine
Nierentablette sowie spezielles Diätfutter
bekommen.
Utterle war eine ganz liebe und dankbare
Katze, die sich eigentlich nur ein warmes
Plätzchen auf einem bequemen Sofa suchte. |
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Unser
Waisenkind Fiono Geboren
ca. 1990 - gestorben im März 2006
In der Pflegestelle seit Januar 2004
Fiono hat ein sehr
trauriges Schicksal erfahren. Sein Frauchen
ist verstorben und er war viele Tage allein
und unversorgt in der Wohnung, bis wir
verständigt wurden.
Fiono hatte sich bei uns gut erholt. Sein Fell
wurde wieder glänzend und sein Gewicht normal,
nur sein Gehör war nicht mehr das Beste -
der alte Herr wurde langsam taub.
Fiono war ein richtiger Gentleman-Kater,
sehr ruhig, lieb, schmusig, hatte gute
Essmanieren und machte nichts mehr kaputt.
Das Alter forderte aber noch einen kleinen Tribut: er putzte sich nicht mehr selbst
und er musste jeden Tag
gebürstet werden, damit sein schönes Fell
nicht verfilzte. |
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Unsere
Fundhündin
Molly
Geboren ca. 2001 - gestorben im Januar 2006
Auf dem Tierhof seit November 2005
Die Hovawarth-Hündin
Molly wurde völlig verdreckt und verwahrlost
gefunden. Wahrscheinlich wurde sie draußen
gehalten und nicht besonders gut behandelt.
Das vermuten wir, weil Molly oft sehr
unruhig war und draußen auf dem Gelände
„herumtigerte“. Vor der Leine hatte sie
große Panik. Wenn man sie anleinen wollte,
versuchte sie zu entkommen oder schnappte nach
der „bösen Hand“. Wenn man sie am Rücken oder
Hinterteil streichelte, bekam sie ebenfalls
sofort Angst und schnappte herum. Dies alles
deutete sehr darauf hin, dass sie ziemlich
geschlagen wurde.
Zu allem Übel bekam Molly am 2. Weihnachtstag
einen epileptischen Anfall. Sie bekam
Medikamente und wurde intensiv betreut.
Trotzdem war die Krankheit stärker und wir
mussten sie schweren Herzens gehen lassen. |
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Unser
Senior Rocky
Geboren 1988 - gestorben im November 2005
Auf dem Tierhof seit Februar 2004
Rocky wurde abgegeben, weil sein Frauchen
ihn nicht länger versorgen konnte. So kam
der kleine Pekinese zu uns. Der Senior sah
aufgrund seines Alters nicht mehr so gut und
war als Folge eines früheren Autounfalls ein
wenig wackelig auf den Hinterbeinen.
Das alles hinderte ihn aber nicht daran, ein
fröhliches und lebensfrohes Kerlchen zu
sein, der es noch mit den allergrößten
Hunden aufnehmen wollte. Und wer Rocky
bellen hörte, der glaubte, er hätte einen
Rottweiler vor sich :-)
Rocky ging noch sehr gerne spazieren und
gestreichelt werden war ja sowieso das
größte Hundeglück. Rocky liebte den Tierhof,
er konnte sich frei
bewegen, war überall ganz vorne mit dabei
und war einfach nur ein liebenswerter
Hundeopa. Eine Eigenart hatte er allerdings:
nachts verschmähte er das weichste
Hundekörbchen und schlief am liebsten im
Freien in einem kleinen Katzenhaus!
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Unser
Hausschwein Rigobert
Geboren April 2005 - gestorben im Oktober
2005
Auf dem Tierhof seit Mai 2005
Rigoberts Geschichte ist wirklich
haarsträubend. Ein Mann hatte ihn auf den Hof
gebracht – fast luftdicht verpackt in einem
doppelten Karton, der von allen Seiten
komplett mit Paketband umklebt war. Die paar
Mini-Luftlöcher ließen Klein-Rigo kaum Luft
zum Atmen und er hatte großes Glück, dass es
an diesem Tag nicht allzu warm war, denn
sonst hätte er den Transport wohl nicht
überlebt.
Das damals ca. 4 Wochen alte Ferkel war
nackt und die obligatorische Ohrmarke war
ihm aus dem Ohr gerissen worden. Durch
Zufall bekamen wir heraus, was mit ihm
passiert war: Ein Metzger hatte sich für
eine Lebensmittelausstellung eine (seiner
Meinung nach) „tolle Idee“ einfallen lassen.
Er legte das Ferkel in Narkose, rasierte ihm
die kleinen Borsten ab und überzog ihn
komplett mit Schokolade! Wie krank muss ein
Menschen-Hirn sein, damit es auf solche
Ideen kommt!!!
Später wurde dem Ferkel nicht allzu
zimperlich die Schokolade wieder abgekratzt,
was die vielen Schürfwunden bewiesen. Vor
allem am Kopf war es wohl nicht so einfach,
den braunen Panzer wieder ab zu bekommen.
Der Metzger konnte den kleinen Mann
natürlich jetzt nicht mehr schlachten, denn
das Narkosemittel wäre bei der
Lebensmittelkontrolle bemerkt worden. Also
hat er kurzerhand das Tier verschenkt und
letztendlich landete das Ferkel bei uns.
Rigobert musste täglich mit Sonnenmilch
eingecremt werden, denn durch die nur
spärlich nachwachsenden Borsten war seine
empfindliche Haut extrem
Sonnenbrand-gefährdet. Der kleine Mann
fühlte sich sehr wohl in Gesellschaft
unserer Hängebauchschweine Cleopatra und
Kurt. Leider war es ihm nicht vergönnt, ein
langes Leben auf dem Hof zu genießen. Im
Alter von nur sechs Monaten erlitt er einen
Herzinfarkt.
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Unsere
Prinzessin vom Buchtunger Tierhof
Geboren 1994 - gestorben im Februar 2005
Auf dem Tierhof seit September 2004
Wir wissen nicht, was
der kleinen Sheila in ihren ersten drei
Lebensjahren widerfahren ist. Es kann
allerdings nichts Gutes gewesen sein, denn
die nächsten 7 (!) Jahre saß sie in unserem
befreundeten Tierheim in Italien. Keiner
wollte sie haben, weil sie sich von
niemandem anfassen ließ und vor Angst nur so
um sich biss.
Und dann kam Rita zu
Besuch. Es bleibt ein Geheimnis, was die
beiden miteinander besprochen haben - aber
auf jeden Fall war der Bann gebrochen. Rita
durfte sie schon nach wenigen Tagen auf dem
Arm herumtragen und knuddeln.
Weil diese Begegnung für die Kleine nach so
langer Zeit das erste positive Zeichen war
wurde beschlossen, dass sie mit nach
Deutschland darf. Hier auf dem Tierhof fühlte
sie sich rundherum wohl und schloss auch sofort
mit allen Vierbeinern - ob Hund oder Katze -
Freundschaft. Selbst mit den
Menschen hatte unsere kleine Prinzessin
schnell so gut wie keine Probleme mehr.
Ob Besucher oder Helfer auf dem Hof:
Streicheleinheiten fand sie meistens ganz
toll. Wir sind sehr froh, dass wir Sheila
wenigstens noch für ihren letzten
Lebensabschnitt dafür entschädigen konnten,
was ihr Menschen im ersten Lebensabschnitt
angetan haben. |
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Unser
ausrangierter Minium Geboren
1977 - gestorben im Juli 2004
In der Pflegestelle seit Mai 2001
Auf dem Tierhof seit Mai 2004
Eigentlich müsste er Minimum heißen, im
Hinblick auf das Maß an Respekt, das ihm
seine ehemaligen Besitzer zugestanden. 18
(!) Turniere hatte er für sie gewonnen und
stets sein Bestes auf der Trabrennbahn
gegeben, damit “seine Menschen” mit ihm
zufrieden waren. Trotzdem wurde er einfach
ausrangiert, als er die Erwartungen nicht
mehr erfüllte.
Es gibt nichts Schlimmeres, als ein Tier
nach zweckdienlichen Erfolgen (für den
Menschen) zu vernachlässigen. Minium hatte
Glück im Unglück, denn bei uns durfte er
seinen wohlverdienten Ruhestand genießen. |
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Unsere
geschlagene Mira
Geboren ca. 1990 - gestorben im Juni 2004
Auf dem Tierhof seit März 2004
Mira hatte in ihrem Leben
schon vieles erlebt, aber leider wenig
Schönes. Ursprünglich aus einem Tierheim in
Italien kommend, landete sie schließlich bei
uns. Mira war einfach nur lieb, unglaublich dankbar
und liebte es, gestreichelt zu werden. Wenn
man allerdings mit dem Streicheln anfing,
dann duckte sie sich erst mal weg und hatte vor
dem ersten Anfassen Angst. Das gab sich
jedoch sofort, wenn sie merkte, dass sie
gestreichelt und nicht geschlagen wird!
Offensichtlich war Letzteres eher die
Tagesordnung. Mira hatte aufgrund ihres hohen
Alters gesundheitliche Probleme: eine
Arthrose machte ihr zu schaffen, die wir
jedoch durch die Medikamente, die sie
täglich bekam, ganz gut im Griff hatten.
Das linke Vorderbein war einmal gebrochen, nicht optimal zusammengewachsen und
deshalb etwas schief. Und das Augenlicht war
durch einen Grauen Star auch nicht mehr das
Beste. Trotzdem war Mira ein Sonnenschein -
sie liebte das Leben und die Menschen. |
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Unser
behinderter Monti
Geboren 1993 - gestorben im Januar 2003
Bei Rita Brand seit 1999
Monti stammte ursprünglich von einem
Tierheim im Elsass. Dort erlitt er einen
schlimmen Unfall: jemand hatte vergessen,
ein Tor zu schließen, so dass sich zwei auf
dem Gelände frei laufende Kampfhunde auf ihn
stürzten und ihn regelrecht zerfleischten.
Mehr tot als lebendig nahm ihn Rita bei sich
auf. Zurück blieb ein kaputtes Vorderbein,
das er auch nicht mehr benutzen konnte und
ein psychischer Knacks: Monti bellte und
bellte und bellte... Trotzdem integrierte er
sich toll in das Rudel und bekam später eine
Festanstellung als tierischer
Journalist für unsere Tierschutzpost. Seinem
wachen Auge und offenen Ohr entging keine
Tierschutzgeschichte und kein Streich der
vielen Vierbeiner auf ihrer Zwischenstation
bei uns auf dem Weg in ein neues Zuhause.
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